Schloss Burg: Justiz prüft Vorwürfe

Schloss Burg: Justiz prüft Vorwürfe

Burg. Urplötzlich hatte Stefan Geppert (46), Geschäftsführer desBurger Schlossbauvereins und Museumsdirektor auf Schloss Burg, imDezember nach fünf Jahren seinen Vertrag zum Jahresende gekündigt (dieWZ berichtete).

"Aus persönlichen Gründen", wie der Schlossbauvereinmitteilte. Doch bald sprachen Eingeweihte von einem schweren Verdachtgegen den Archäologen und Kulturmanager: Geppert solle offenbar einefünfstellige Summe veruntreut haben. Medienberichte rufen nun dieWuppertaler Staatsanwaltschaft auf den Plan. Sie hat Vorermittlungeneingeleitet.

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"Wirsind nah an einem Ermittlungsverfahren", erklärte Behördensprecher WolfBaumert. Zeugenbefragungen müssten nun zeigen, ob ein Anfangsverdachtauf Untreue oder Diebstahl bestehe. Bei Offizialdelikten ist dieStaatsanwaltschaft auch ohne Strafanzeige zu Ermittlungen verpflichtet.Am Ende kann sich aber auch herausstellen, dass die Vorwürfe völlighaltlos sind. Der gebürtige Solinger bestritt den Untreue-Verdachtbereits im Dezember. Er habe aus gesundheitlichen Gründen gekündigt."Es hat Schwierigkeiten zwischen dem Vereinsvorstand und mir gegeben",sagte Geppert. Ins Schloss fließen jährlich 215 000 Euro Steuergelderaus dem Städtedreieck: Wuppertal ist mit 21 Prozent dabei.

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