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Schließung von Recyclinghöfen der AWG wegen Corona ist für die Tonne

Recyclinghöfe der AWG : Schließung wegen Corona ist für die Tonne

Sicherheit geht vor – diese Devise gilt selbstverständlich in allen Lebensbereichen. Aber kann man es mit dem Sicherheitsgedanken nicht auch übertreiben? Die AWG Wuppertal macht ihre Recyclinghöfe dicht und begründet dies mit dem Corona-Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter.

Ob die Höfe im Februar wieder öffnen werden, hängt wohl vom Infektionsgeschehen ab. Dabei dürfte das Risiko einer Ansteckung im Freien mit ausreichend Abstand zueinander minimal sein.

Die Mitarbeiter im Supermarkt, um nur ein Beispiel zu nennen, sind seit Beginn der Pandemie da doch einem ungleich höheren Risiko ausgesetzt. Und dass ein Entsorgungsbetrieb aufhaben und für die notwendige Sicherheit sorgen kann, zeigen private Anbieter, selbst in Wuppertal.

Kommentarbild Martin Lindner Foto: WZ/Ritter, Andreas

Da ist es nachvollziehbar, dass Bürger, die vor verschlossenen Toren stehen, wütend sind: Die Abgabe von Unrat erfolgt nahezu kontaktlos, man könnte als Unternehmen sogar bargeldloses Zahlen zur Bedingung machen. Die Entscheidung der AWG als kommunales Unternehmen trifft auf Unverständnis – und das zu Recht.

Natürlich ist ein geschlossener Recyclinghof aber kein Freifahrtschein für wildes Müllabladen. Ausrangierte Elektrogeräte, Metallschrott, Sperrmüll und sonstiger Abfall gehören nicht neben Container oder gar in die Botanik; glücklicherweise haben bei Letzterem diese Fälle im erneuten Lockdown in Wuppertal anscheinend nicht zugenommen. Und für Papierberge gibt es als Lösung die Blaue Tonne, die man sich kostenlos bestellen kann.

Lassen Sie uns Wuppertal sauber halten – geschlossene Recyclinghöfe hin oder her.