Bürgerverein: Schleifstein erinnert an Cronenberger Industrie

Bürgerverein : Schleifstein erinnert an Cronenberger Industrie

Das 150 Jahre alte Exemplar ist an der Hauptstraße zu sehen und trägt jetzt eine neue Edelstahlplatte mit einem ganz besonderen Schriftzug.

Wer an der Dörper Hauptstraße entlang läuft oder fährt, kann ab sofort lesen, in welchem Stadtteil er sich gerade befindet. Jetzt wurde auf den 150 Jahre alten Schleifstein, der an der kleinen Grünfläche der Ecke Hauptstraße / Holzschneiderstraße aufgestellt ist, eine Edelstahlplatte montiert, auf der „Cronenberg“ geschrieben steht.

Der 1992 vom Ehepaar Karin und Manfred vom Cleff zum 100-jährigen Bestehen des „Cronenberger Heimat- und Bürgervereins“ (CHBV) an die Bürger des Stadtteils gestiftete Schleifstein soll an die traditionsreiche Werkzeugindustrie des Stadtteils erinnern. „Natürlich gehörten Schleifereien genauso zum Bild der Stadt wie die Werkzeugindustrie“, betont Rolf Tesche die große Vergangenheit der Cronenberger Industrie. Zudem wird der Edelstahl mit einer kleinen Leuchte hinterstrahlt und zieht vor allem bei Dunkelheit große Aufmerksamkeit auf sich.

Aber auch ohne die Beleuchtung hat der Ort, an dem der Stein aufgestellt ist, für die Dörper eine große Bedeutung. Stand hier doch von 1896 bis zum zweiten Weltkrieg das Cronenberger Kriegerdenkmal zu Ehren der in den Jahren 1864, 1866 und 1870 bis 1871 gefallenen Kämpfer.

Mit der Einweihung des neuen Schriftzuges „Cronenberg“ in die mit Wasserstrahl geschnittene Edelstahlplatte auf dem Schleifstein erinnerten die Vertreter des 127 Jahre alten Heimat- und Bürgervereins an ihr Jubiläum. „Unser Jubiläum wäre 2017 gewesen. Aber uns ist unser 125-Jähriges einfach durchgegangen. Natürlich feiern wir Cronenberger gerne. Aber wir arbeiten auch viel“, erklärt Tesche, warum der mehr als 400 Mitglieder starke Verein keine Feierlichkeiten vorgenommen hat.

Mehr von Westdeutsche Zeitung