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Schlechte Arbeitsmarkt-Bilanz: Mehr Arbeitslose in Wuppertal

Corona-Folgen : Schlechte Arbeitsmarkt-Bilanz: Mehr Arbeitslose in Wuppertal

Der Corona-Lockdown macht sich zunehmend in der Wirtschaft bemerkbar – so auch auf dem Wuppertaler Arbeitsmarkt. Die Arbeitsagentur hat nun die Zahlen veröffentlicht und für Wuppertal sieht es nicht gut aus.

Die Bilanz zum Arbeitsmarkt in Wuppertal fällt im Januar 2021 schlecht aus. Laut Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal steigt die Arbeitslosigkeit, gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach Arbeitskräften. Aktuell sind in Wuppertal 19 022 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 1311 Personen oder 7,4 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind dies 19,2 Prozent oder 3070 Personen mehr. Derzeit beträgt die Arbeitslosenquote 10,4 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 8,7 Prozent. Diesen Monat meldeten sich 3826 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2539 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1861 der aktuell arbeitslos gemeldeten Menschen sind unter 25 Jahre alt - im Vergleich zum Vormonat sind dies zehn Jugendliche mehr. Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 185 Personen, also elf Prozent, gestiegen.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 7 958 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 2671 (+50,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 85,7 Prozent (6820 Personen) in der Grundsicherung betreut. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 30 606 Personen. Das sind 442 Personen weniger als im Vormonat, und 1643 Menschen (+5,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Bis Ende Januar 2021 sind seit März 2020 insgesamt 4082 Anzeigen auf Kurzarbeit für 59 096 Personen in Wuppertal eingegangen. Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 293 neue Stellen gemeldet, das sind 79 (-21,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 101 (-25,6 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Insgesamt befinden sich nun 1102 offene Stellen im Bestand. Das sind 35 weniger als im Vormonat und 952 weniger als im Vorjahresmonat.

(kar)