Schädel im Müll: Ein Fall für die Polizei

Schädel im Müll: Ein Fall für die Polizei

Wie ein Dekorationsgegenstand zur Polizei gelangte — und was mit einem echten Totenschädel-Fund geschehen wäre.

Rott. Täuschend echt sah er aus, der Schädel im Sperrmüll mit seinen leeren Augenhöhlen — ein grausiger Anblick: „Ich war mir ganz sicher, dass das ein menschlicher Schädel ist“, sagt Harald Weiß.

Vor einem Haus an der Kiefernstraße auf dem Rott hatte der Wuppertaler am Montagabend den vermeintlichen Totenschädel entdeckt. „Er lag obenauf in einem Karton“, sagt Weiß, „ohne Unterkiefer und Zähne.“

Harald Weiß, der Freunde im Stadtteil besucht hatte, war auf dem Weg nach Hause, als er gegen 18 Uhr vor einem mehrgeschossigen Altbau die skurrile Entdeckung machte. Ihm war sofort klar: „Das sieht nicht nach einer Attrappe oder einem Anatomie-Modell aus — das sind Knochen.“ Umgehend habe er die Polizei verständigt, die schnell reagiert hätte: „Eine Motorradstreife war kurz darauf vor dem Haus und hat den Schädel mitgenommen.“ Als besonders makaber empfand der Wuppertaler die Tatsache, dass die Schädeldecke von farbigen Wachsspuren überzogen gewesen sei: „Als hätte jemand Kerzen darauf abgebrannt.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung