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Sankt Martin: Mehr als 1000 Besucher im Luisenviertel

Sankt Martin: Mehr als 1000 Besucher im Luisenviertel

Zum 4. Martinszug durch das Luisenviertel kamen am Wochenende mehr als 1000 Besucher.

Elberfeld. Bunte Laternen in den Händen aufgeregter Kinder. Eltern, die Schirme aufspannen, um sich und ihre Kinder vor dem heftigen Regen zu schützen. Eine Blaskapelle, Fackelträger und ein stolzer Reiter auf einem wunderschönen, braunen Pferd. Am Samstag fand zum vierten Mal der Martinszug der Katholischen Citykirche im Luisenviertel statt.

Mehr als 1000 kleine und große Besucher kamen mit kunstvollen und selbstgebastelten Laternen auf den Laurentiusplatz. Damit gehört der Martinszug zu den größten seiner Art in Wuppertal. Dr. Werner Kleine von der Citykirche freut sich über den Andrang: „Wir wollen den Martinsbrauch wieder in die Öffentlichkeit bringen. Die Züge sind in den vergangenen Jahren aus der Mode gekommen. Wir finden, die Geschichte und der damit verbundene Brauch sind nach wie vor aktuell und lohnen, erzählt zu werden.“

THW, Feuerwehr und Rotes Kreuz unterstützen den Zug — gemeinsam mit Sponsoren. Als es losgeht, spielt die Blaskapelle das traditionelle Laternenlied. Viele Kinder singen mit. Vorneweg Sankt Martin mit seinem roten Umhang auf dem Pferd. Der Zug wird von ehrenamtlichen Fackelträgern beleuchtet. Pünktlich zum Start regnet es. Das sei zu dieser Jahreszeit ja nun auch zu erwarten, sagt Britta Bahrenberg.

Sie und ihr sechsjähriger Sohn Felix laufen zum dritten Mal mit und sind wie immer begeistert. „Ich finde, das ist ein sehr schöner Zug — und ehrlich gesagt: Es wurde ja auch Zeit, dass in diesem schönen Viertel der Brauch fortgeführt wird.“

Auch Felix sei den ganzen Tag schon voller Vorfreude gewesen und habe seine Laterne seit Mittag nicht mehr aus der Hand legen wollen. Jetzt singt er kräftig mit und bestaunt Martin auf seinem Pferd. Nach dem Zug über die Friedrich-Ebert-Straße in die Luisenstraße und zurück zum Laurentiusplatz beginnt das traditionelle Martinsspiel.

Die kleinen Zuschauer lauschen ehrfürchtig und werden am Ende mit einem Weckmann belohnt: Die Bäckereien des Luisenviertels hatten 800 Weckmänner gesponsert. Auch das hat inzwischen Tradition.