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Sanierung: Schwimmoper ist im Zeitplan

Sanierung: Schwimmoper ist im Zeitplan

Der Prozess gegen die Abbruchfirmen berührt die Umbaupläne nicht. Noch iIm Januar soll laut städtischem Gebäudemanagement mit dem Rohbau begonnen werden.

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p class="text">Wuppertal. Seit dem Abschluss der Entkernungsarbeiten Anfang Dezember ruhen derzeit die Tätigkeiten zum Umbau der Schwimmoper. Noch im Januar, so hofft Angelika Sprenger vom Gebäudemanagement der Stadt, soll mit dem Rohbau begonnen werden. Derzeit würden die Resultate der EU-weiten Ausschreibungsergebnisse geprüft, ehe die Aufträge vergeben würden. "Alles im Zeitplan", versichert sie. Daran änderten auch die gerade vor dem Arbeitsgericht laufenden Verfahren gegen die an Abrissarbeiten beteiligten Firmen Howe und Pro Refugium und der Verdacht der teilweisen Beschäftigung von Schwarzarbeitern nach einer Überprüfung der Baustelle nichts. Sprenger: "Die Arbeiten sind korrekt abgeschlossen worden." Man habe erst zwei Tage nach der Bauabnahme von möglichen Unregelmäßigkeiten erfahren. Das sei Sache der Firmen und nicht der Stadt. Mit der Firma Howe, die Auftragnehmer war, teilweise aber mit Wissen der Stadt Aufträge an Subunternehmer wie Pro Refugium abgab, habe es keine Probleme gegeben. Natürlich sei eine versicherungspflichtige Beschäftigung von Mitarbeitern Vertragsbestandteil. "An uns sind aber keine Beschwerden herangetragen worden", sagt Sprenger.

Die Ex-Arbeiter müssen wohl lange auf ihr Geld warten

Anders sieht das beim Arbeitsgericht aus. Wie berichtet wurden dort die ersten neun von insgesamt 18Klagen gegen Howe und Pro Refugium behandelt. Die Kläger, nur in der Endphase der Arbeiten kurzzeitig beschäftigt, waren nicht bezahlt, aus ihrer Sicht auch nicht ordnungsgemäß gekündigt worden. Die Betroffenen - elf davon stammen aus Wuppertal - dürften dem Großteil des Geldes noch länger hinterherlaufen. Am Montag hatte es einen Teilvergleich mit der Firma Howe gegeben, die den Lohn bis zum 15. Dezember - auf dieses Vertragsende einigte man sich - nachträglich zahlen will. Ihr Hauptstundenkontingent hatten die Kläger allerdings für Pro Refugium abgeleistet. Nach einer Verlegung ihres Sitzes von Berlin nach Wien ist diese Firma allerdings kaum greifbar. "Klagezustellung und eine etwaige Vollstreckung sind im Ausland sehr kompliziert", sagt Dirk Elz, Sprecher des Arbeitsgerichts.

Erledigt ist der Fall noch lange nicht. Vom Hauptzollamt Düsseldorf erfuhr die WZ, dass Ermittlungen wegen der möglichen Beschäftigung von Schwarzarbeitern auf der Schwimmoper-Baustelle an die Finanzkontrolle Berlin weitergeleitet worden seien.