Rund um die Kreuzkirche beginnt die Kanalsanierung

Rund um die Kreuzkirche beginnt die Kanalsanierung

Neue Friedrichstraße: WSW beginnen im Sommer mit den umfangreichen Arbeiten.

Nordstadt. Im Sommer werden die Wuppertaler Stadtwerke mit der Kanalsanierung in der Neuen Friedrichstraße beginnen — und zwar im Bereich zwischen Neue Friedrichstraße 1 und Kreuzung Markomannenstraße. Dort ist ein Schmutzwasserkanal besonders marode. Das teilte Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius (SPD) nach Rücksprache mit den WSW am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld mit. Ansonsten bestünde aber kein Zeitdruck für den Rest der Straße, so Vitenius. „Wir können in Ruhe planen.“

Hintergrund ist, dass die BV eine Bürgerbeteiligung gefordert hat. Ursprünglich war diese nämlich nicht vorgesehen, obwohl nicht nur die Kanäle saniert werden, sondern die Stadt in diesem Zusammenhang auch die Straßenführung optimieren wollte. Ein Thema, mit dem sich die Lokalpolitiker in den vergangenen Jahren immer wieder beschäftigt hatten, etwa mit der möglichen Absenkung der Bürgersteige. Als die Pläne nun im Januar das erste Mal vorgestellt wurden — und eine Beteiligung der BV und der Bürger gar nicht zur Sprache kam — hatte es deshalb hitzige Diskussionen und viel Kritik in Richtung Verwaltung gegeben.

Mit dem Vorziehen der Arbeiten rund um die Kreuzkirche können sich die Bezirksvertreter allerdings abfinden, so der Tenor am Mittwoch. Zumal WSW-Projektleiter Christian Massing auch gegenüber der WZ noch einmal betonte, dass im Bereich rund um die Kreuzkirche die Zeit dränge. Bei allen anderen Maßnahmen könnten sich die WSW aber noch Zeit lassen. „Da besteht keine Dringlichkeit“, gibt Massing Entwarnung, dass dort die Kanäle einbrechen könnten.

Was die weiteren Arbeiten angehe, da bestehen die Bezirksvertreter allerdings auf Mitsprache. Man warte jetzt auf Vorschläge seitens der Verwaltung für eine Bürgerbeteiligung, so Vitenius.

Wie Verkehrsdezernent Frank Meyer auf WZ-Anfrage erklärt, gebe es noch keinen Zeitplan, aber Ideen. „Wir werden zunächst im Frühjahr eine Info- und Diskussionsveranstaltung organisieren, in der es um technische Rahmenbedingen und Analyse der heutigen Situation geht.“

Für Aufregung hatte in der BV-Sitzung der Hinweis von Jörg Werner, Stellvertretender Vorsitzender des Beirates der Menschen mit Behinderung, gesorgt, dass die Verwaltung bereits Pläne für die Umgestaltung der Neuen Friedrichstraße „in der Schublade“ habe. So sei es in einem Gespräch verlautbart worden. „Warum nimmt man die dann nicht als Grundlage für die Bürgerbeteiligung?“, hieß es dazu aus der BV.

Dass bereits Pläne vorliegen, verneint Meyer allerdings gegenüber der WZ. „Was es gibt, sind allererste planerische Konzepte unserer Verkehrsplanung für die Kreuzungspunkte mit anderen Straßen (Mirker Straße bis Kirche), die eine barrierefreie Querung (abgesenkte Borde und taktile Elemente) möglich macht.“ Verbesserungsmöglichkeiten der Infrastruktur zur Barrierefreiheit würden vonseiten der Stadt immer geprüft und geplant, wenn Straßen saniert werden.

„Auch punktuelle Borsteinabsenkungen, zum Beispiel an Kreuzungen werden bei der Umgestaltung ein Thema sein genau so wie gegebenenfalls das Neuordnen des Parkens“, so Meyer.

Dabei würden dann aber auch die Anwohner mitreden. Laut Inge Grau vom Forum Mirke seien dort bereits erste Ideen gesammelt worden.

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