Rund um den Wuppertaler Elisenturm gibt es viele Angebote

Festwochenende : Viele Angebote auf der Hardt

Festwochenende „Rund um den Elisenturm“ war erfolgreich.

Zahlreiche Besucher des zweitägigen Fests „Rund um den Elisenturm“ trotzten zumindest am Samstag dem wiederholt einsetzenden Nieselregen auf der Hardt. Mehr als 70 Stände mit bunt gemischtem Angebot lockten zum 25-jährigen Jubiläum des Fördervereins des Botanischen Gartens. Lokale Anbieter und Angereiste gaben sich dabei die Hand.

Sabine Brauner stellt Geschenke mit Wuppertaler Motiven her, darunter Schlüsselanhänger, Mousepads und Schreibmäppchen. Die Lkw-Planen für die Mäppchen lässt sie in Wuppertal mit Fotos der Schwebebahn bedrucken: „Mir ist wichtig, dass es lokal abläuft.“

Ebenfalls ihre Werkstatt in Wuppertal hat Elke Becker, die Recyclingkunst aus Hufeisen und Bestecken herstellt. „Mein Opa war mein Vorbild. Er war Schlosser und ich bin damals oft in seiner Werkstatt gewesen“, verriet sie. Angela Hanfgarn bot Fotografien auf Holzplatten an, die sie mit einer Fototransfertechnik vom Papier auf Holz gebracht hat. Viele interessante Details konnte man wenige Stände weiter über Papyrus-Schriften erfahren.

Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten. Neben einer Hüpfburg konnten sie an einem Korbflechtworkshop teilnehmen oder Vogelscheuchen basteln. Beate Bäse hatte dafür im Vorfeld bereits Rohlinge, Ratankugeln und Geschenkbänder vorbereitet. „Ich bastele gern mit Kindern, die Lust haben“, erklärte sie. Jedes Jahr würde sie eine andere Bastelaktion anbieten. Der Naturwissenschaftliche Verein Wuppertal bot Fossiliengießen für Kinder an. Silikonabdrücke echter Fossilien wurden mit Gips aufgefüllt. Die Erwachsenen konnten währenddessen ihr botanisches Wissen beim Pflanzenquiz testen.

Thema Umwelt stand
auf der Hardt im Mittelpunkt

Viele Stände machten auf das Umweltbewusstsein aufmerksam. Greenpeace klärte über Fleischkonsum auf; Gesundheitsberaterin GGB Anna Telöken gab Tipps zur umweltfreundlichen Ernährung. „Jeder kann selbst etwas tun und Schritt für Schritt damit anfangen“, sagte sie und gab jedem Interessierten Rezepttipps mit auf den Weg.

Annegret und Rabea Hertzler folgten dem Prinzip des Upcyclings. Sie hatten Armbänder aus Nespresso-Kapseln im Gepäck. Wie die Idee dazu entstand? „Wir wollten einfach unser schlechtes Gewissen beruhigen, wenn wir schon so viel Aluminiummüll produziert haben“, sagt Rabea Hertzler.

Neben diversem Kunsthandwerk konnten Bekleidung, Filzhüte, Taschen, Malereien, Seifen, Schmuck, Dekoartikel und vieles mehr erworben werden. Auch zahlreiche Infostände gab es. Neben der Telefonseelsorge stellte sich beispielsweise auch der Weiße Ring vor. Heilpraktiker Marco Caspari informierte über Methoden der alternativen Schmerztherapie.

Kulinarisch wartete das Fest mit frisch gebackenem Brot, verschiedenen Honig- und Käsesorten, Gewürzen und natürlich der klassischen Bratwurst auf. Im Glashaus wurde jeder Bücherfreund fündig und konnte in der riesigen Auswahl des Bücherflohmarkts stöbern. Und wer Glück hatte, gewann auch bei der großen Tombola.

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