Rund 180 Schüler räumen in Wuppertal-Wichlinghausen kräftig auf

Umwelt : Rund 180 Schüler machen Wichlinghausen picobello

Jugendliche sammelten Müll und machten erstaunliche Entdeckungen im Stadtteil.

Premiere für die Wuppertaler Schulen in Wichlinghausen: Zum ersten Mal fand in dieser Woche ein Picobello-Aktionstag mit Kindern und Jugendlichen statt. Ausgestattet mit Handschuhen, Kneifzangen und Müllsäcken zogen die Klassen von ihren Schulen los, um in den angrenzenden Straßen Unrat aufzusammeln. Das war angesichts der gefundenen Gegenstände auch bitter nötig. „Die Schüler haben zum Beispiel in Gebüschen erstaunliche Gegenstände gefunden. Da kamen Dinge wie Videokassetten, Parfümflacons und ein alter Staubsauger zu Tage“, berichteten die Klassenlehrer der 8d der Gesamtschule Langerfeld, Cornelia Hardebeck und Tobias Wiegold.

Erst kam der Ekel,
dann die Motivation

„Am Anfang haben sich die Schüler vor dem Müll geekelt“, sagte Hardebeck. Doch den Ekel hätten die Jugendlichen mit der Zeit abgeschüttelt und seien schließlich voller Elan auf Müllsuche gegangen. Als die Säcke voll waren, trafen sich alle Teilnehmer auf dem Marktplatz. Dort wurden sie vom Verein „Wir in Wichlinghausen“ in Empfang genommen und zum Dank mit Getränken und Kuchen versorgt. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) steuerte als Anerkennung Schlüsselanhänger und Mini-Mülltonnen bei.

Die Schüler zogen selbst ein positives Resümee des Aktionstags. Allen voran der achtjährige Phillip von der Förderschule Johannes Rau zeigte sich ganz begeistert von der Aufräumaktion im Stadtteil. Er sei „glücklich“, dass er an der Aktion teilnehmen durfte. Für Armin (10) war es „sehr wichtig, mitzumachen, damit die Tiere nicht sterben, wenn sie den Müll fressen“.

Die Idee der Picobello-Aktion sei durch einen Bürgerantrag für mehr Sauberkeit im Stadtrat aufgekommen, erklärte Stefanie Rolf vom Quartierbüro Vierzwozwo. Sie hatte den Aktionstag organisiert, wurde dabei von Oliver Wichelhaus, Einsatzleiter des Eigenbetriebs Straßenreinigung Wuppertal (ESW), tatkräftig unterstützt. Der ESW war es auch, der Handschuhe und Müllsäcke stellte. Wichelhaus hofft jetzt, dass die Schüler verstanden haben, dass Müll nicht auf den Boden, sondern in Eimer gehört.

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