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Rotter Bürgerverein will anderen helfen und Mitglieder suchen

Pläne : Rotter Bürgerverein will anderen helfen und Mitglieder suchen

Bis Ende 2019 stehen Informationsveranstaltungen und Feste an.

Das „stadtteilorientierte bürgerschaftliche Engagement“, das Professor Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institutes, als Gastredner zum Thema seines Vortrags gemacht hatte, wird vom Rotter Bürgerverein nahezu täglich gelebt. Das wurde einmal mehr auf der Jahreshauptversammlung in der Rotter Kirche deutlich. Schneidewind, vorbildlich mit dem öffentlichen Personennahverkehr angereist, lobte in seiner Rede aber nicht nur die Rotter, sondern zeigte sich selbst auch als begeisterter Wuppertaler und nannte rückblickend den Bau der Schwebebahn als Symbol für die Kraft dieser Stadt. „Alles, was die Welt ausmacht, finden Sie in Wuppertal“, sagte Schneidewind, der sich im Anschluss an seine Rede viel Zeit nahm, die Fragen der Anwesenden zu beantworten und mit herzlichem Beifall entlassen wurde.

Als wichtigen Bestandteil Wuppertaler Lebens darf man auch den Rotter Bürgerverein ansehen, der sich, wie der Vorsitzende Lothar Bergelt in seinem Rechenschaftsbericht darstellte, vielfältig sozial engagiert, aber auch Information, Reisen und das Vergnügen seiner 518 Mitglieder nicht zu kurz kommen lässt.

Das Glanzstück gelebter Mitmenschlichkeit ist das alljährlich ausgerichtete Unicef-Kinderfest, das im vergangenen September 3000 Euro Reinerlös brachte. Der ging in Teilen an Unicef und an die Wuppertaler Tafel. Von der Spendenfreudigkeit der Rotter profitierten aber auch andere gemeinnützige Organisationen, wie Schatzmeisterin Gisela Schünemann in ihrem Kassenbericht ausführte. Das Kinderfest soll es auch in diesem Jahr geben, am 8. und 9. September. Bis es soweit ist, wollen die Rotter noch reisen, etwa nach Regensburg und Xanten, wo auch Kultur und Bildung zum festen Programm gehören.

Handfeste Lebenshilfe im Alltag wurde mit dem Info-Abend „Hilfe, mein Smartphone spinnt“ geleistet, wie man sich überhaupt um das Wohlergehen der Menschen auf dem Rott kümmert. Nämlich mit dem an jedem Dienstag und Donnerstag stattfindenden Treff im Rotter Café in der Kirche, dem Mittwoch-Boule im Schönebecker Busch mit seiner großartigen Fitness-Meile, der Gymnastik-Gruppe im Anbau der Kirche, wo auch der zuletzt wieder gewachsene Singkreis Rott sein Domizil hat. Der Singkreis ist gewachsen, die Mitgliederzahl des Rotter Bürgervereins hat dagegen im vergangenen Jahr abgenommen, was deutlich wurde, als Lothar Bergelt der vielen verstorbenen Mitglieder des RBV gedachte. „Wir wollen in diesem Jahr verstärkt Mitglieder-Akquise betreiben“, kündigte Bergelt an, der zusammen mit seinem Vertreter Jörg Spitzer, Gisela Schünemann (1. Kassiererin), Uwe Flosbach (2. Kassierer) und der Schriftführerin Iris Beckedahl den Vorstand bildet.

Da der 2. Schriftführer Dirk Höller sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste, wurde an seiner Stelle Jörg Zeibig in das Gremium gewählt. Einstimmig, wie auch die beantragte Entlastung des Vorstandes ohne Gegenstimme erfolgte.

Zwar ist der langjährige Vorsitzende Karl-Heinz Emde jetzt „nur noch“ Ehrenvorsitzender, doch als kritischer Begleiter des Projekts „Erneuerung des Carnaper Platzes“ zur Freude des Rotter und des Vorstandes nach wie vor aktiv. Aktiv ist das Stichwort für die Rotter, die natürlich auch am Picobello-Tag am 31. März teilnehmen und sich um 10 Uhr auf dem Rotter Platz treffen.