Ronsdorfer zeigen Gefahrenstellen

Ronsdorfer zeigen Gefahrenstellen

Beim WZ-Leserstammtisch ging es um gefährliche Straßenecken sowie um Standorte von Kitas und Altglas-Containern.

Ronsdorf. Was bewegt Ronsdorf? Das fragte die WZ erneut beim jüngsten Stammtisch der WZ im Stadtteil. Dietmar Gräser wies auf eine gefährliche Verkehrssituation an der Kreuzung In der Krim/Ascheweg hin. Das Problem: Fußgänger würden diese Kreuzung ständig diagonal queren, weil das der kürzeste Weg zwischen Rewe/Bäckerei sowie Sonnen-Apotheke/Rossmann ist. „Ich würde an vier Stellen eine Bodenmarkierung im Gehweg vorschlagen“, sagt Gräser. Diese solle den Fußgängern signalisieren, wo sie vor dem Kreuzungsbereich sicher über die Straße kommen. Allerdings weist Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD) darauf hin, dass es just an dieser Stelle bereits eine Begehung mit Polizei und Ordnungsamt gab. Das Ergebnis sei gewesen: Die Behörden sehen keinen Handlungsbedarf.

Eine weitere Gefahrenstelle sieht Harald Kroll, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Ronsdorf, an der Kreuzung Elias-Eller-Straße/Staasstraße. Die Kreuzung sei für Autofahrer unmöglich einzusehen, weil ein Haus die Sicht blockiert. Zudem ist seine Erfahrung: „Da wird regelmäßig 50 gefahren, obwohl da 30 ist.“ Scheuermann-Giskes fügt hinzu: „Und die schraffierte Fläche für Linksabbieger wird regelmäßig von Bussen und Autos überfahren.“ Die Bezirksvertretung habe vor, in einer der nächsten Sitzungen das Problem zu thematisieren.

Auch der Streit um den Standort der geplanten Kita in Ronsdorf kam zur Sprache. Die SPD will sie an der Holthauser Straße bauen, die CDU favorisiert einen Standort im Rehsiepen (die WZ berichtete). Auch ein Areal an der Scheidtstraße soll im Gespräch sein. Harald Scheuermann-Giskes verwies darauf, dass dort Altlasten vermutet werden. „Ich bezweifle, das sich eine Sanierung lohnt“, sagte er. Harald Kroll merkte an, dass es dort eng werde, wenn Eltern Kinder bringen und holen. Denn dort gebe es schon eine Kita, die Grundschule Engelbert-Wüster-Weg sei nicht weit.

Beide Politiker erinnerten daran, dass es allein für das Grundstück Schenkstraße einen Bebauungsplan gibt — dort hätte man sofort anfangen können zu bauen. Diesem Standort hätten einst alle Parteien zugestimmt. Nach Anwohnerprotesten habe sich die CDU hinter diese gestellt. Christa Stuhlreiter, ehemalige SPD-Ratsfrau, sagte: „Es ist ein Unding, dass die Kita nicht dort gebaut wird, wo alle Möglichkeiten vorhanden sind, wo die Kinder aus dem Neubaugebiet ohne Auto hätten hinlaufen können.“

Beim Thema Kita gab es auch Kritik am Aussehen der neuen Kita Staubenthaler Straße. „Aus Kindersicht sieht die schrecklich aus“, sagte Peter Stuhlreiter. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Kita innen sicher schön werde, das Äußere aber zu wuchtig wirke. Dorothea Doss äußerte zudem die Sorge, dass die Kinder zu leicht auf die Staubenthaler Straße laufen können.

Dietmar Gräser kritisierte dann noch: Der Altglas-Container an der Reinshagenstraße sei „völlig falsch platziert“. Er stehe an der engsten Stelle der Straße. Wenn dort jemand mit dem Auto am Container halte, sei die Straße blockiert, besonders für die Busse. Als Alternativen könne er sich den Parkplatz des Kommunalfriedhofs oder die Wiese an der Bauvereinstraße vorstellen.

Dorothea Doss erinnerte noch mal daran, dass an der Haltestelle am Markt seit Jahren ein Dach fehlt. Sie sprach sich auch gegen das beim vorigen Stammtisch diskutierte Anlegen eines Bouleplatzes auf dem Bandwirkerplatz aus: „Der Platz sieht doch sehr schön aus.“ Sie hätten lange für diese Gestaltung gekämpft. Sie sehe gern zu, wie dort die Kinder spielten. Und noch einen Wunsch hat sie: Dass es mehr Theatervorstellungen in Ronsdorf gibt.

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