Ronsdorf und Cronenberg putzen sich am Picobello-Tag heraus

Aufräum-Aktion : Ronsdorf und Cronenberg putzen sich heraus

Am 30. März sollen die Stadtteile von Müll befreit werden. Die Aktion ist zugleich Auftakt für die Quartiersgartenschau, die Premiere feiert.

Vor Beginn eines großen Festes wird üblicherweise erst ein Hausputz durchgeführt. Parallel zum Wupperputz wird auch dieses Jahr der Ronsdorfer Picobello-Tag stattfinden. Im Stadtteil ist er mittlerweile zur Tradition geworden. Jedes Jahr organisiert der Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein den Picobello-Tag, an dem sich in der Regel viele Bewohner beteiligen. Am Samstag, 30. März, findet er zum neunten Mal in Folge statt.

Diesmal gibt es einen zusätzlichen Grund, den Stadtteil herauszuputzen: in Ronsdorf findet in diesem Jahr die erste Wuppertaler Quartiergartenschau – kurz „QuGa“ – statt, die nach dem Willen der Initiatoren 2031 in die Bundesgartenschau münden soll. „Für Ronsdorf eine große Ehre, aufgrund der geringen Vorbereitungszeit aber auch eine besondere Herausforderung“, betont Christel Auer, Vorsitzende des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins. Der Picobello-Tag soll in diesem Sinne einen etwas ungewöhnlichen Auftakt für die Quartiersgartenschau bilden: „Bevor die ,QuGa’ das erste Mal bei uns stattfindet, soll alles schön sauber sein“, erklärt Auer. Zudem sollen während der Putzaktion Denkanstöße gesammelt werden, was im Stadtteil noch alles verschönert werden könnte.

Für den diesjährigen Picobello-Tag treffen sich Interessenten um 10.30 Uhr auf dem Bandwirkerplatz, um sich mit Geräten, Handschuhen und Müllsäcken einzudecken und zu den Reinigungsorten zu spazieren. Schulen, Vereine und Privatpersonen nehmen an der Aufräumaktion teil. Die Erich-Fried-Gesamtschule Ronsdorf und die Gemeinschaftsgrundschule Ferdinand-Lassalle-Straße werden sich aus zeitlichen Gründen in der Woche vor dem Picobello-Tag zum gemeinsamen Putzen zusammenfinden.

Von den teilnehmenden Vereinen sind wie im Vorjahr der Ronsdorfer Verschönerungsverein, das Diakoniezentrum Ronsdorf und Mitglieder von der CDU und der SPD vertreten. Das Ronsdorfer Wohnquartier Rehsiepen wird sich dieses Jahr zum ersten Mal an der Aktion beteiligen. Der Heimat- und Bürgervereins rechnet mit rund 400 Teilnehmern, Privatpersonen mit einbezogen. Müllsäcke und Handschuhe werden von der AWG zur Verfügung gestellt. Im Anschluss der Putzaktion wird zur gemeinsamen „Müllparty“ im Bandwirkermuseum geladen.

 „Am Putztag legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Brennpunkte an der Parkstraße nahe McDonalds und auf den Bahnhof Wuppertal-Ronsdorf.“ Dort sei immer besonders viel Müll vorzufinden, weiß Christel Auer. „Es ist erschreckend, wie viel Müll sich innerhalb eines Jahres immer wieder ansammeln kann“, fährt Auer fort. Umso schöner sei es allerdings, dass es so viel Unterstützung gibt.

Cronenberg dieses Jahr
zum ersten Mal dabei

Ebenfalls am Samstag, 30. März, rufen die AG „Miteinander im Stadtteil“ und die Initiative „Cronenberg will mehr…“ erstmalig zum Picobello-Tag in Cronenberg auf. Bezirksbürgermeisterin und Organisatorin der Aktion, Ursula Abé, engagiert sich für das Vorhaben: „In Küllenhahn und Ronsdorf funktioniert der Picobello-Tag schon ganz gut. Wir möchten die Bewohner in der Cronenberger Mitte auch dazu aufrufen, sich an der Aktion zu beteiligen.“ Bisher sei die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr in Cronenberg zugesichert worden. Man hoffe aber vor allem auf viele Privatpersonen, die sich an der Aktion beteiligen möchten, so Abé.

Alle Freiwilligen treffen sich um 10 Uhr am Jugendhaus in der Händeler Straße. Gereinigt wird das Gebiet um das Ehrenmal sowie die Sambatrasse von Anfang bis zum ersten ehemaligen Bahnübergang. Je nach Teilnehmerzahl werden kurzfristig noch andere Gebiete abgestimmt.

Handschuhe und Müllsäcke werden vom Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal zur Verfügung gestellt. Im Anschluss der Putzaktion soll es gegen 12 Uhr eine kleine Stärkung im Jugendhaus geben.