Ronsdorf: Grundstück für Rettungswache gefunden

Rettungsdienst : Grundstück für Rettungswache gefunden

Die Einsätze sollen auch künftig von der Otto-Hahn-Straße aus gefahren werden.

Die neue Rettungswache für Ronsdorf wird im Gewerbegebiet Otto-Hahn-Straße bleiben. Ein bisher ungenutztes Grundstück dort hat sich als der geeignetste Standort erwiesen. In der Sitzung der Bezirksvertretung Ronsdorf am heutigen Dienstag sollen die Politiker die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans beschließen.

Hintergrund ist die Neufassung des Rettungsbedarfsplans 2017, nach dem die Hilfsfrist bei Rettungseinsätzen reduziert werden soll: Die Einsatzwagen sollen jeden Haushalt in Wuppertal innerhalb von acht Minuten nach dem Notruf erreichen können. Damit das möglich ist, braucht die Stadt ein dichteres Netz von Rettungswachen. Nach einer Analyse der Standorte und Entfernungen wurde auch in Ronsdorf der Bedarf für eine neue Rettungswache festgestellt.

Derzeit ist die Wache beim THW stationiert

Vorübergehend ist diese Wache bereits auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) an der Otto-Hahn-Straße untergebracht. Dort sind eine Halle für zwei Fahrzeuge sowie Ruhe- und Aufenthaltsräume für zwei Besatzungen entstanden. Diese vorübergehende Unterbringung ist aber auf zwei Jahre begrenzt. Inzwischen hat die Stadt nach einem geeigneten dauerhaften Standort gesucht. Kriterien dafür waren unter anderem die Einhaltung der Hilfsfrist, der Abstand zu anderen Rettungswachen, die Anbindung, mögliche geplante Verkehrsveränderungen, Bevölkerungsdichte, Fahrzeiten, Verfügbarkeit und Bebaubarkeit der Grundstücke.

Die Kriterien erfüllten vier Grundstücke: eines im Bereich des Erich-Hoepner-Rings, eins im Bereich der Straße Am Knöchel, eins im Bereich Parkstraße/Erbschlöer Straße und eins im Bereich der Otto-Hahn-Straße. Davon blieb am Ende nur das letzte übrig.

Denn für die Standorte am Knöchel und Parkstraße/Erbschlöer Straße standen dann letztendlich doch keine Grundstücke zur Verfügung. Das Grundstück am Erich-Hoepner Ring sollte nur als Ganzes verkauft werden, war aber für eine Rettungswache um ein Vielfaches zu groß und daher nicht zu finanzieren. Außerdem sei es wegen der Geländeform auch nur schwer zu erschließen gewesen.

Deshalb soll jetzt ein Teil eines Areals an der Otto-Hahn-Straße genutzt werden, das ursprünglich als öffentliche Parkfläche ausgewiesen war, inzwischen aber zugewachsen und bewaldet ist. Das Grundstück war einst städtisch, wurde 2011 an die Stadtwerke übertragen. Diese planten zu diesem Zeitpunkt einen Reservekessel für ein Fernwärmenetz. Doch diese Pläne wurden inzwischen aufgegeben. Für die Rettungswache werden etwa 1800 Quadratmeter gebraucht, der Rest soll weiter Wald bleiben und auch so festgeschrieben werden.

Für die Errichtung der Rettungswache soll ein beschleunigtes Verfahren durchgeführt werden, da es sich bei der Maßnahme um eine Innenentwicklung handelt. Dadurch entfällt die Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Öffentlichkeit wird in Form einer zweiwöchigen öffentlichen Auslegung des Plans informiert, da eine Betroffenheit einer weiten Öffentlichkeit auch nicht erkennbar sei, heißt es in der Beschlussvorlage für die Bezirksvertretung.

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