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Rex-Theater: Chefin droht der Stadt mit Schließung

Rex-Theater: Chefin droht der Stadt mit Schließung

Rückerstattung sorgt für Streit mit der Verwaltung.

Wuppertal. Rätselraten um die Zukunft des beliebten Rex-Theaters: Die Geschäftsführerin Martina Steimer hat in einer E-Mail an die Stadt und an alle Fraktionen, die der WZ vorliegt, damit gedroht, das Rex zum Ende des Jahres zu schließen. Offenbar fühlt sich die Geschäftsführerin von der Stadt schlecht behandelt. Steimer war gestern bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

Kämmerer Johannes Slawig bestätigte auf Anfrage der WZ die Mail: "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sozialdezernent Stefan Kühn hat einen Termin mit Martina Steimer vereinbart." Laut Slawig handelt es sich um einen "Gefühlsausbruch" - dies sei schon öfter vorgekommen. Im Mai 2002 berichtete die WZ bereits über ein ähnliches Schreiben der Rex-Leitung an die Stadt und die Ratsfraktionen (siehe "Mehr zum Thema"). Für Oberbürgermeister Peter Jung ist das Schreiben gar eine "Unverschämtheit".

Die Wuppertaler FDP hat mit Bestürzung auf die Ankündigung reagiert. Kreisvorsitzender Marcel Hafke machte unmissverständlich klar: "Es darf nicht sein, dass Wuppertal ein kulturelles Juwel verliert." Laut Hafke wartet das Rex-Theater seit Februar auf Gelder von der Stadt, die diesem zustehen würden. Die nicht erfolgte Rückerstattung habe die Verwaltung mit den Worten kommentiert, sie sei personell unterbesetzt.

Stadtsprecherin Martina Eckermann erklärte, dass das Rex jährlich 68000 Euro über das Kulturbüro erhalte - so viel wie keine andere kulturelle Institution. Im konkreten Fall gehe es um eine Summe von 2500 Euro, eine Restförderung für die Klimaanlage. Laut Stadt gab es Abrechnungsverzögerungen, weil das Rex Förderbedingungen nicht erfüllt hat, zum Beispiel baurechtlicher Art. rom/nd