Rettung der Jakobstreppe in Wuppertal würde 800 000 Euro kosten

Haushalt : Jakobstreppe: Sanierung kostet 800 000 Euro

Auch die Erneuerung der Brücke Kirchhofstraße wird geschoben — der Bürgerverein ist sauer.

Es sind zwei prominente „Streichopfer“: Weil die Stadt sparen muss, sind die Jakobstreppe und die Brücke Kirchhofstraße doch wieder aus der Vorschlagsliste der Fachabteilung für die Ingenieurbauwerke der Stadt geflogen.

Und auch, wenn es viele Bürger gibt, die über Sperrungen wie die der Jakobstreppe klagen: Selbst Johannes Köbberling, der sich für die mehr als 400 Treppen im Stadtgebiet einsetzt, sagt: „Wir müssen das akzeptieren.“ Die Rettung der Jakobstreppe sei derzeit unrealistisch. Und um eine große Bewegung innerhalb der Bevölkerung zu erreichen, „sind Treppen vielleicht nicht sexy genug“. Das Problem: Je länger an der Treppe nichts passiert, desto teurer dürfte die Sanierung angesichts der insgesamt steigenden Baukosten werden. Aktuell würde die Stadt bereits von 800 000 Euro ausgehen. Köbberling sieht überhaupt nur eine Chance, „wenn sich ein Sponsor findet“.

Dass auch die Brücke Kirchhofstraße (geschätzt Abriss- und Neubaukosten zwei Millionen Euro) erneut rausfällt, kommt beim Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck erwartungsgemäß nicht gut an. „Das ist eine Enttäuschung“, sagt Reinald Schneider. Praktisch bei jedem Vorstandstreffen sei die Brücke Thema. Durch die Sperrung sei der Bereich Sonnborns „praktisch abgeschnitten“. Und das ausgerechnet, wo doch an der Oberen Kirchhofstraße ein großes neues Wohngebiet entstehe. est