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Restaurant Kabul in Wuppertal hat wegen Steuerschulden geschlossen

Gastronomie : Restaurant Kabul hat geschlossen

Finanzamt fordert Steuern in Höhe von rund 20 000 Euro.

Das Restaurant „Kabul“ an der Wichlinghauser Straße 75 ist derzeit auf nicht absehbare Zeit geschlossen. „Nach einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt hat man mir eine Nachforderung von 20 000 Euro gestellt, die sofort fällig war. Weil ich dazu finanziell nicht in der Lage bin, habe ich dem Finanzamt Ratenzahlung angeboten. Aber das wurde nicht akzeptiert. Deshalb hat man mir das Lokal geschlossen. Mein Konto ist seit längerer Zeit gesperrt“, erklärt Abdul Walid Rahim, der seinen Gästen seit mehr als einem Jahrzehnt die afghanischen Gerichte wie Burani Bodenjan, Bolani oder Sambosa gerne auch am Tisch erklärte. „Mein Lokal geht gut, aber hier in Wichlinghausen, wo es viele arme Menschen gibt, kann ich nicht Preise erheben wie in der Elberfelder City“, erklärt Rahim. Zu seinen Besuchern der ersten Stunde gehört auch Oberbarmens Bezirksbürgermeisterin Christel Simon, die sich von der zwangsweisen Schließung Kabul, sehr betroffen zeigte: „Wenn das Kabul endgültig geschlossen würde, dann hätte Wichlinghausen etwas sehr Wertvolles verloren. Und da spreche ich auch im Namen vieler Freunde, die so wie ich immer gerne hierhin gekommen sind.“ Doch Abdul Walid Rahim hat Hoffnung, dass es eine Zukunft für das Restaurant gibt, das im Internet gute Bewertungen erhält. Es sei denkbar, dass sein Bruder das Lokal weiterführt. „Ich würde dann hier nur noch als angestellter Koch arbeiten“, sagt er. fwb