Restaurant Day: Jetzt beteiligt sich auch der Wuppertaler Osten

Veranstaltung : Restaurant Day: Jetzt beteiligt sich auch der Wuppertaler Osten

Oberbarmen, Wichlinghausen, Langerfeld und andere Quartiere beteiligen sich an der Aktion am 18. Mai.

Einmal „Restaurant-Betreiber“ sein, Nachbarn, Freunden, aber auch Fremden ein gemeinsames Essen zubereiten – das ist das Konzept, das hinter dem Restaurant Day steckt. Initiator in Wuppertal war der Verein Aufbruch am Arrenberg, der die Veranstaltung schon seit einiger Zeit im Wuppertaler Westen organisiert. Cronenberg stieg im vergangenen Jahr ein – und jetzt schickt sich der Restaurant Day an, auch den Osten der Stadt zu erobern. Erstmals wird es bei der elften Auflage am 18. Mai Teilnehmer aus Oberbarmen, Wichlinghausen, Langerfeld und Heckinghausen geben.

Dass der Restaurant Day einmal zu einer stadtweiten Aktion werden würde, „war immer schon unsere Idee“, sagt Katharina Hilbig. Die 29-Jährige organisiert gemeinsam mit Ulrich Christenn für den Aufbruch am Arrenberg die Veranstaltung. Dass nun der Osten der Stadt dabei sei, „finde ich einfach nur super“. Sie freut sich, dass sich in einigen Stadtteilen lokale Initiatoren gefunden haben, die Aktion vor Ort zu koordinieren.

Hilbig ist gespannt auf die Resonanz. Der schwierigste Schritt sei es, die Leute zu überzeugen. Aber: „Wer einmal mitgemacht hat, ist immer wieder dabei.“ Der Ostersbaum war 2018 zum Beispiel nur mit einem „Ein-Tages-Restaurant“ vertreten – diesmal sind es schon acht.

Sechs Stationen wird es bei der Premiere in Langerfeld-Mitte geben. Mindestens, sagt Margret Hahn vom Bürgerverein, der gemeinsam mit dem Quartiersbüro die Federführung dort hat. Sie hofft, dass sich noch weitere Teilnehmer finden. „Noch trauen sich nicht so viele.“ Für Hahn stand dagegen schnell fest, dass sie und der Bürgerverein dabei sein wollen. Auf einer Infoveranstaltung des Vereins Aufbruch am Arrenberg Anfang des Jahres sei man schnell begeistert worden. „So ein Tag ist einfach gemeinschaftsfördernd“, sagt Hahn, und die Vorfreude auf den 18. Mai ist ihr anzumerken.

Der Restaurant Day soll sich im Wuppertaler Osten etablieren

Das sieht auch Robert Ambree, Mitarbeiter des Teams vom BOB-Campus auf dem ehemaligen Bünger-Gelände, so. Er koordiniert den Restaurant Day als Gemeinschaftsprojekt von Färberei, Stadtteilzentrum Wiki, Quartiersbüro VierZwoZwo und BOB-Campus. In Wichlinghausen und Oberbarmen, wo viele verschiedene Nationen miteinander leben, „passt einfach der gemeinsame Nenner Essen“, ist er überzeugt.

Bisher hätte es vor allem Rückmeldungen von Vereinen und Initiativen gegeben. „Wir wollen aber auch Privathaushalte dazu bringen, sich zu beteiligen, den Leuten die Hemmschwelle nehmen.“ Sogar Schulen hätten inzwischen ihr Interesse bekundet.

Doch egal, wie viele Meldungen letztendlich kommen: „Der Restaurant Day wird hier auf jeden Fall stattfinden“, betont Ambree. Geplant sind kleinere „Restaurant-Cluster“, wie Ambree es nennt. Zum Beispiel rund um die Färberei, ums Wiki oder auf dem BOB-Campus.

Kleiner Wermutstropfen zum Auftakt: Am 18. Mai ist Ramadan. Doch für die muslimischen Bewohner des Stadtteils will man dann versuchen, am Abend Veranstaltungen zu bieten, „zum Fastenbrechen“, so Ambree.

Wenn es nach ihm geht, soll der Restaurant Day zu einer dauerhaften Einrichtung in Oberbarmen und Wichlinghausen werden. „Das ist unser Anspruch.“ Dass man möglicherweise ein, zwei Jahre warten müsse, bis sich ein großer fester Stamm von Teilnehmern gefunden habe, nehme man gerne in Kauf.

In Wichlinghausen will auch der Nordstädter Bürgerverein (NBV) seine Mitglieder zum Mitmachen animieren. „Wir würden uns freuen, wenn sich diese Veranstaltung etablieren würde“, sagt der komissarische Vorsitzende Michael Schulte, „denn wir finden den Gedanken, der dahinter steht, sehr gut.“

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