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Reisebusse finden in der City keinen Platz

Reisebusse finden in der City keinen Platz

Am Von der Heydt-Museum oder am Hauptbahnhof fehlen Haltestellen für Touristen.

Ingolf Wagner ist furchtbar genervt: Regelmäßig fährt er mit dem Reisebus Touristen in die Stadt, doch oft findet er keinen Platz, wo er die Besucher aussteigen lassen kann: „Das ist so gut wie unmöglich“, stellt er fest. Und alle Seiten bestätigen: „Das ist schwierig derzeit.“ Es werde aber daran gearbeitet.

Wenn Ingolf Wagner eine Gruppe zum Von der Heydt-Museum bringen will, fährt er die Isländer Brücke am Wall an. Auf der Brücke markiert ein Schild einen Stellplatz für Reisebusse. Doch häufig sei dieser Platz zugeparkt, klagt er. Das gleiche gelte für die Haltestelle nur wenige Meter weiter in der Schlossbleiche. Zudem sei es schwierig, in die Straße abzubiegen. „Das ist traurig, gerade jetzt bei der Manet-Ausstellung“, sagt er. „Ich bleibe dann manchmal mitten auf der Straße stehen.“

Ebenso fehle ein Ein- und Ausstieg am Hauptbahnhof. Der sei leider auch nicht auf dem künftigen Busbahnhof vorgesehen. Das bedauert auch die IHK: „Wir hätten uns sehr gewünscht, dass bei den Planungen für den neuen Busbahnhof am Döppersberg auch eine Haltemöglichkeit für Reisebusse vorgesehen worden wäre“, erklärt Sprecher Thomas Wängler.

Busunternehmer Harro Meinhardt berichtet: „Wir haben alle Kunden zur Stadthalle umdirigiert.“ Dort lesen sie jetzt Mitfahrer ein, die sie zum Beispiel zu Tagungsstätten bringen. Er weist daraufhin, dass auch für das geplante FOC ein Busparkplatz hilfreich wäre.

„Es ist echt schwierig im Moment“, sagt auch Martin Bang, Geschäftsführer von Wuppertal Marketing. Erst kürzlich hätten sie sich um eine Gruppe mit 700 Teilnehmern in 13 Bussen gekümmert — das sei eine Herausforderung gewesen.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung seien sie aber dabei, nach Ein- und Ausstiegsplätzen zu suchen, einige Stellen seien auch bereits ins Auge gefasst. Und auch Stadtsprecherin Martina Eckermann versichert: „Das steht auf der Agenda des Verkehrsressorts.“