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Rehsiepen wird endlich saniert

Rehsiepen wird endlich saniert

Die Gagfah will das Wohnquartier renovieren – ein Vorhaben, das angesichts des maroden Zustands dringend nötig ist.

Wuppertal. Die Siedlung am Rehsiepen lieferte in jüngster Zeit immer wieder Stoff für Negativ-Schlagzeilen. Besonders der marode Zustand der Gebäude stand in der Kritik. Beklagt wurden brüchige Schieferfassaden, poröse Decken, Pfützen in den Treppenhäusern oder kaputte Lichtschalter. Doch offenbar ist nun Besserung in Sicht: Die Gagfah, die die Mietshäuser verwaltet, will die Siedlung sanieren. Ein Meilenstein sei dieses Vorhaben, meint Stephan Patz, Leiter des Gagfah-Kundencenters.

Mit kleineren Arbeiten ist bereits begonnen worden. So werden derzeit Mängel in den Wohnungen des Hochhaus-Trakts von Handwerker-Trupps behoben. "Da geht es um die Reparatur abgenutzter Badewannen oder undichter Türen", erklärt Patz. Die Treppenhäuser werden ebenfalls erneuert, etwa feuchte Stellen abgedichtet. Zudem werden die Wohnungen mit eigenen Warmwasserzählern ausgestattet. Im nächsten Schritt ist dann das Innere des zweiten Bereichs der Siedlung an der Reihe - die Wohnungen in den drei- bis viergeschossigen Häusern.

Doch der zentrale Teil der Sanierung steht noch bevor: der Austausch der Schieferfassaden. Was auch dringend notwendig ist. Die Schiefer seien nicht mehr auf dem Stand der Zeit, moniert etwa Bruno Wortmann, stellvertretender Vorsitzender des Mietervereins in Wuppertal.

Das ist noch diplomatisch ausgedrückt. Tatsächlich sind sie so marode, dass von ihnen ein Verletzungsrisiko ausgeht: Die Schiefersteine sitzen nicht mehr fest an den Außenwänden, drohen auf spielende Kinder herabzufallen. Deshalb hat die Gagfah Netze über die Fassaden der Hochhäuser gespannt, um lose Schiefersteine abzufangen. Zum Schutz der Bewohner werden außerdem vor den Eingängen Tunnel aufgebaut.

Die eigentliche Sanierung der Fassade wird dann im Laufe der nächsten Monate beginnen; wann sie abgeschlossen sein wird und was sie kostet, konnte die Gagfah noch nicht sagen.

Die Siedlung steht derzeit auch im Fokus der Kommunalpolitik: Im Jugendhilfeaussschuss wird diese Woche darüber debattiert, wie die Arbeit des Stadtteiltreffs am Rehsiepen erfolgreich fortgesetzt werden kann. Der Stadtteiltreff ist eine soziale Einrichtung, die die Mieter besser miteinander vernetzen soll und dessen Arbeit als sehr wertvoll eingeschätzt wird. Ein weiteres Signal dafür, dass sich am Rehsiepen etwas tut.