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Recyclinghof: Pläne für den Umzug

Recyclinghof: Pläne für den Umzug

Weil am Heubruch Wohnbebauung entstehen soll, könnte die AWG mit ihrer Einrichtung an die Widukindstraße ziehen. Gespräche laufen.

Barmen/Heckinghausen. Am ehemaligen Bahnhof Heubruch soll bekanntlich ein neues Wohnquartier entstehen. Die Planungen für das Gelände, durch das die Nordbahntrasse führt und das sich im Besitz der ehemaligen Bahntochter Aurelis befindet, laufen bereits. Damit die umgesetzt werden können, müsste allerdings die AWG mit ihrem Recyclinghof umziehen. Ein Wunschareal dafür gibt es bereits: Die Fläche neben dem Bauhaus-Markt an der Widukindstraße — ebenfalls im Besitz der Aurelis.

Dirk Dratsdrummer, Sprecher von Aurelis, über die Verhandlungen mit der AWG

Die Gespräche seien auf einem guten Weg, erklären AWG-Chef Martin Bickenbach und Dirk Dratsdrummer, Sprecher von Aurelis. Eine Einigung soll bald erzielt werden, möglicherweise schon im kommenden Frühjahr. „Es gibt da keine gegenläufigen Interessen“, betont Dratsdrummer. Alle seien sich einig, eine Lösung zum Wohle der Stadtentwicklung finden zu wollen. Geklärt werden müssten aber auch noch finanzielle Fragen. Die AWG hat am Heubruch investiert, auch der Neubau neben Bauhaus wird kosten. Dafür müsste Aurelis einen Ausgleich zahlen. Die Verhandlungen darüber laufen.

Martin Bickenbach hatte schon in der Vergangenheit betont, dass man nicht gerne umziehe. Vor allem solle in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck erweckt werden, die AWG mache das einfach so. „Wir fühlen uns wohl am Heubruch“, so Bickenbach. „Allerdings wollen wir auch nicht der Entwicklung des Geländes entgegenstehen.“

Wichtig sei, dass es einen guten Alternativstandort gibt. Der scheint mit der Widukindstraße gefunden. Für den Neubau des Recyclinghofes gibt es bereits eine positiv beschiedene Bauvoranfrage an die Verwaltung, wie Klaus Steinbrink, Abteilungsleiter Logistik bei der AWG und damit zuständig für die Planung der R-Höfe, beichtet. Der Bauantrag sei in Arbeit.

Knapp 6000 Quadratmeter Gesamtfläche würde die AWG neben Bauhaus beziehen. Damit sei das Areal etwas kleiner als am Heubruch, wo ein Großteil aber auf Lagerflächen fiel. Neu ist, dass die AWG an der Widukindstraße eine stationäre Schadstoffsammelstelle, wie es sie bereits an anderen Recyclinghöfen gibt, einrichten wird.

Wenn alles gut laufe, könnte vielleicht schon im Herbst 2018 mit dem Bau begonnen werden. Mitte 2019 soll dann der Umzug erfolgen. Einen Parallelbetrieb mit dem alten Hof am Heubruch werde es, so Steinbrink, nicht geben.