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Rauchverbot ohne Ausnahme

Rauchverbot ohne Ausnahme

Im Online-Forum der WZ fordern viele die Durchsetzung eines strengeren Verbots.

Wuppertal. Der Vorstoß der Landesregierung in Sachen Nichtraucherschutz sorgt für hitzige Diskussionen im WZ-Online-Forum:

"Auch ich bin für ein uneingeschränktes Rauchverbot. In Wuppertal und im gesamten Land. Traurig genug, dass ein Eisdielenbesitzer zugunsten seiner rauchenden Stammkundschaft Kinder nicht mehr in seine Eisdiele lässt. Und noch trauriger, dass ein Gesetz so etwas zulässt", schreibt Tim Bergmann aus Remscheid.

Dem stimmt Suzanne Kettig uneingeschränkt zu: "Habe mich als Nichtraucherin lange genug einnebeln lassen. Ich würde mich ganz klar freuen, wenn es zu einem strengeren Rauchverbot käme. Raucher kennen gegenüber Nichtrauchern übrigens keine Toleranz, also warum sollte ich anders denken?"

Dieter Breuer hat vor allem die Konkurrenzsituation der Wirte im Auge: "Nur ein absolutes Rauchverbot - ohne Ausnahmen - ist wirklich sinnvoll. Dann kann auch kein Wirt neidisch zur Konkurrenz schauen, bei der rauchen erlaubt ist und dann über wirtschaftliche Nachteile klagen."

Klaus Färber ist der Ansicht, das Rauchverbot müsse noch stärker ausgeweitet werden: "Man stelle sich mal vor, jemand würde durch die Stadt laufen und kleinen Kindern Bier in den Mund schütten. Der Mann würde sofort verhaftet werden. Eltern, die sowas machen, würde man das Sorgerecht entziehen. Aber in Raucherclubs dürfen in NRW sogar Neugeborene stundenlang von den rauchenden Eltern mitgenommen werden, in Autos darf auch geraucht werden, wenn hinten Kinder sitzen. Es ist zum Schreien. Hoffentlich tut die neue NRW-Regierung was, es ist 5 nach 12."

Kein Verständnis für die rauchende Bevölkerung hat Christian Schmidt. "Heute muss sich der Nichtraucher rechtfertigen, warum er keinen Qualm haben will, heute fordern Raucher Toleranz von Nichtrauchern für die Durchführung ihrer Sucht und der Gestankentwicklung. Wo sind wir, dass wir suchtkranken Menschen gestatten weiterhin der Sucht zum Nachteil der nicht suchtkranken Bevölkerung nachzugeben?"

Dr. Manfred Gaab hingegen fühlt sich von Nichtrauchern verfolgt: "Was wollen die militanten Nichtraucher noch? Sie sind doch jetzt hinreichend geschützt. Ich sehe keine Motivation. Ist es Hass? Neid? Diskriminierung? Oder missionarisches Besserwissertum? Ich fühle mich zu Unrecht verfolgt und gedemütigt in einem freien Staat."

Beim Børner Frederikson stößt die ganze Debatte auf Unverständnis: "Ich verstehe die Diskussion nicht. Warum müssen erwachsene Menschen vom Staat bevormundet werden? Derzeit kann jeder Wirt entscheiden ob in seiner Gaststätte geraucht werden darf oder nicht. Das hat sich im laufenden Betrieb durchgesetzt. Wenn ich nicht möchte dass um mich herum geraucht wird, suche ich mir einfach die dazu passende Kneipe."

Verständnis für die Raucher zeigt Christel Klee: "Es ist unverantwortlich. Es gibt doch noch Privatsphäre, oder nicht? Sind wir Sklaven der Politik? Ich habe selber geraucht und kann verstehen, dass die Leute sich bevormundet fühlen."