Freizeit Rasante Ostern auf der Kirmes am Carnaper Platz in Wuppertal

Barmen · Unablässig pilgerten am Samstag Menschenströme Richtung Carnaper Platz – zwei Wochen lang gibt es Nervenkitzel und Spaß.

Britta Biermann hat für ihre Tochter ein „Stitch“-Stofftier gewonnen.

Britta Biermann hat für ihre Tochter ein „Stitch“-Stofftier gewonnen.

Foto: Caroline Büsgen

Zauberhafte Kinderkarussells sind am Wochenende die Attraktion für die Kleinsten, die in Schlangen darauf warten, etwa in die Wagen von „Willy der Wurm“ einsteigen zu dürfen. Glänzende Kinderaugen, ein fröhliches Winken, und dann rattert der rollende, knallbunte Wurm los. Über Rampen geht es hinauf und bergab. Bis zur letzten Sekunde können die Kleinen ihren Spaß auskosten, denn sie verlassen das Karussell über eine kleine Rutsche.

Starke Rhythmen – darunter „Nackidei“ oder „Von den blauen Bergen kommen wir“ – sorgen für einen unterhaltsamen akustischen Rahmen am Kinderkarussell. Bei 3,50 Euro liegt die Fahrt auf einem Kinderkarussell bei der Osterkirmes auf dem Caranper Platz im Durchschnitt. Fliegen in einem Kettenkarussell, in einem Polizeiauto oder auf einem Pferdchen seine Runden drehen oder im stolzen Schwan fahren – glänzende Kinderaugen gibt es überall, und beim Entenangeln ist auch noch Geschicklichkeit gefragt. Eher sportlich ist das Bungeespringen, bei dem die Kleinen, gehalten von riesigen Gummibändern, mühelos in große Höhen hüpfen können.

Gegenüber am Autoskooter schenken sich die Fahrerinnen und Fahrer nichts; Karambolagen, schnelle Drehungen und Aufholjagden verschwimmen im Dunst der Nebelwerfer und bunten Disco-Scheinwerfer. Eltern halten ihre Kinder eng an sich gezogen, während fetzig-bassige Beats den Fahrgästen tüchtig einheizen.

Schrilles Kreischen ist etwa von „Mama Caramba“ zu hören. Rasend schnell dreht sich ein riesiger runder Korb, in dem die Menschen mithilfe der Fliehkraft in ihre Sitze gedrückt werden. Die Haare flattern und der Fahrtwind treibt dem einen oder anderen ein Tränchen in den Augenwinkel.

An der Schießbude legt Kevin Bäumer mit ruhiger Hand und Konzentration an: „Ich will meiner Freundin eine Rose schießen“, erklärt er, zielt und trifft gleich mehrere Male hintereinander die kleinen Zielscheiben. Seine Freundin Editha klatscht begeistert Beifall und freut sich über die Trophäe, die sie stolz überreicht bekommt.

Während die einen, kaum war die rasante Fahrt mit einer guten Portion Nervenkitzel vorbei, schon nach der nächsten Höllenfahrt Ausschau halten, steht Britta Biermann an einem Automaten und hält einen riesigen, türkisfarbenen „Stitch“ im Arm. Überdimensionale Ohren und große Kulleraugen gehören zu dieser Disney-Figur aus dem Film „Lilo & Stitch“. „Meine Tochter ist gerade 18 Jahre alt geworden und ein großer Fan dieser Figuren. Deshalb habe ich einen für sie gewonnen“, sagt sie und ist überglücklich, dass sich schon nach zwölf Spielen zu je einem Euro die großen Glastüren des Automaten öffneten, und das niedliche Objekt der Begierde für sie in die Freiheit entließ.

Die rasanten Fahrten in den Gondeln des Twisters „Heart Breaker“ oder in der modernen Fassung der beliebten alten Raupe, dem „Hawaii Swing“, kosten auch in diesem Jahr weitgehend unverändert vier Euro pro Fahrt. Nur etwas für die härtesten Kirmes-Fans ist die schwindelerregende Reise im „Blue Power“. Hier rotieren an den Armen einer riesigen Krake je vier Gondeln, die sich im rasanten Schwenk auch noch um sich selbst drehen. Das alles im Gewitter knallbunter Lichter, leuchtend rotierender Scheiben und knalliger Spots.

Mit Spinnen, Skeletten und Zombies durch das Geisterhaus

Wer sich gerne erschrecken lässt und das Gruseln liebt, für den ist die Wanderung durch den schummrigen Dschungel der Geisterbahn „Ghost“ das passende Vergnügen. Wasserspeiende Ungeheuer, wacklige Hängebrücken und wabernde Untergründe, die einem den Boden regelrecht unter den Füßen wegziehen, sind nur einige Stationen im Innern der fantasievollen Gruselwelt. Eine riesige schwarze Spinne klettert unablässig an der Fassade hinauf und wieder hinunter, Skelette und Zombies säumen den Weg der mutigen kleinen und großen Dschungel-Wanderer.

Kulinarisch lässt die Osterkirmes natürlich auch keine Wünsche offen. Lebkuchenherzen, Popcorn, Crêpes, Zuckerwatte und Eis sind es auf der süßen Seite. Goldbraune Bratwürstchen, Backfisch oder Köstliches vom Grill sind es auf der herzhaften.

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