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Rallye- Tagebuch: Rallye-Team von der Müdigkeit geplagt

Rallye- Tagebuch : Rallye-Team von der Müdigkeit geplagt

Thomas Müller und Timo Schütze genießen den Stopp in Zaragoza.

Wuppertal. Sie nähern sich dem Ziel: Thomas Müller (34) und Timo Schütze (35) fiebern dem Ende ihrer ungewöhnlichen Rallye geradezu entgegen, denn die vielen Eindrücke in so kurzer Zeit, wenig Schlaf und die häufige Zeit hinter dem Steuer haben Spuren hinterlassen. Dass ihre ungewöhnliche Abenteuer-Tour ins spanische Barcelona so gut wie geschafft ist, freut die beiden Wuppertaler, wie sie gestern in einer Mail an die WZ mitteilten. Seit nunmehr einer Woche sind sie in einem VW Golf unterwegs, den sie für 400 Euro gekauft hatten und der bisher gute Dienste geleistet hat.

„Mit Kilometerstand 316 593 Kilometer haben wir um 18.45 Uhr Zaragoza problemlos erreicht“, berichten die Abenteurer über den Donnerstagabend. Sehr früh: „Wir haben den Golf geschont, wir haben uns geschont. Klingt das nach Müdigkeit? Ehrlich gesagt: Schon“, räumen Thomas Müller und Timo Schütze ein. „Jede Nacht nur vier bis fünf Stunden Schlaf und tagsüber zehn bis 14 Stunden fahren — es reicht so langsam.“ Die Wuppertaler sprechen von einer „totalen Reizüberflutung“. Alles zieht rasant an ihnen vorbei. „Wenn uns jemand fragt, wo wir vorgestern waren — wir wissen es nicht mehr!“ Sie fragen sich schon, ob es so etwas wie Reisekoller gibt?

Am Donnerstag ging es von Frankreich über die Pyrenäen nach Zaragoza. Kein weiter Weg. Die Golf-Fahrer hatten zwei Streckenoptionen — sie entschieden sich für eine bergige Landstraße und etwa eine Stunde unbefestigte Fahrbahn durch die Berge. Dann konnten sie etwas zur Ruhe kommen, indem sie das Nachtleben von Zaragoza genossen. Es gab Tapas, und sie zogen von Bar zu Bar. „Sehr empfehlenswert bei der Unmengen kleiner Gassen, die traumhaft schön beleuchtet sind.“ Dass sie das ein oder andere Bier zu sich nahmen, machte das Aufstehen am Morgen nicht einfach: „Treffpunkt heute morgen nicht als letzte, aber fast, mit üppiger Verspätung erreicht“, melden die beiden Wuppertaler, die am Abend ihr Ziel Barcelona erreichen wollten. Red