1. NRW
  2. Wuppertal

Radweg am Wuppertaler Karlsplatz: Erste Reflektoren lösen sich schon

Verkehr : Karlsplatz: Diskussionen um Reflektoren für den Fahrradweg - die ersten lösen sich

Die Kompromisslösung offenbart Schwächen. Einige Reflektoren, die den Weg markieren sollen, haben sich schon gelöst.

Seit Ende September gibt es für den Fahrradweg, der an der Friedrichstraße am Karlsplatz vorbeiführt, eine neue Markierung. Doch die Reflektoren sorgen schon jetzt für Diskussionen: Die ersten haben sich nämlich bereits wieder abgelöst. Das dürfe doch wohl nicht sein, ärgert sich ein WZ-Leser. Die Stadt sucht eine Lösung für das Problem.

„Wir wissen nicht, ob das nicht Vandalismus war“, sagt Stadtsprecherin Ulrike Schmidt-Keßler. Man werde aber auch noch mal mit der beauftragten Firma aus Köln sprechen. Die Reflektoren seien ohnehin nur ein Kompromiss gewesen. Das Problem: Markierungsstreifen, wie sie sonst üblich seien, hätten auf dem Mosaikpflaster der Friedrichstraße dort nicht aufgetragen werden können. Dass sich die Reflektoren aber so schnell wieder gelöst hätten, dürfe auch nicht passieren, so Schmidt-Kessler.

Der Fahrradweg auf der Friedrichstraße ist Teil der neuen Radwegachse zwischen Mirker Bahnhof mit der Nordbahntrasse und der Elberfelder City. Aktuell laufen noch die Arbeiten der Wuppertaler Stadtwerke in der Neuen Friedrichstraße. Baubeginn war 2018, betroffen war die komplette Straße bis hin zum Areal rund um die Kreuzkirche (Diakoniekirche), wo unter anderem das Kopfsteinpflaster erneuert wurde. Zuletzt war der der obere Abschnitt in Richtung Bahnhof Mirke nicht passierbar.

 Die Markierungen sind für die Radfahrer gedacht, als Teil der Achse Mirke - Elberfelder City.
Die Markierungen sind für die Radfahrer gedacht, als Teil der Achse Mirke - Elberfelder City. Foto: WZ Leser

Im Zuge der Arbeiten soll dann die Umgestaltung der Neuen Friedrichstraße zur Fahrradstraße stattfinden. Diese soll 2022 eröffnet werden. Unter anderem baut die Stadt alle Kreuzungen barrierefrei aus und schafft Abstellanlagen für Fahrräder.

Ein Punkt hat allerdings im Vorfeld für Diskussionsstoff gesorgt: der Wegfall von Parkplätzen. 40 bis 50 Prozent der Parkmöglichkeiten werden es sein, hieß es vor einigen Monaten vonseiten der Stadt. Im Gegenzug würden die Möglichkeiten zum Halten, zum Beispiel zum Entladen von Einkäufen, verbessert. Zudem werde durch vereinzelte Parktaschen der Abbau abgedämpft.

Unter den Anwohnern gab es schon einige Kritik zu den dann fehlenden Parkplätzen. Befürworter erhoffen sich durch die Fahrradstraße aber eine Belebung des Quartiers und mehr Möglichkeiten für den Einzelhandel und Gastronomie. est