Innenstadt Rabiater Lieferverkehr in Wuppertal-Elberfeld

Wuppertal · WZ-Redakteur Bernhard Romanowski über den Abbau der Spielgeräte auf dem Von-der-Heydt-Platz.

Bernhard Romanowski Kommentarbild

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Foto: WZ/Alina Komorek

Dass in den Innenstädten verschiedene Interessen kollidieren, ist für Stadt- und Verkehrsplaner eine Binsenweisheit. Dass aber immer häufiger Fahrzeuge buchstäblich und nicht im übertragenen Sinne mit Spielgeräten kollidieren, sollte aufhorchen lassen. Für alle Eltern, deren Kinder auf ein solches Spielgerät beim Bummeln durch die Innenstadt abenteuerlustig zu rennen, dürfte das für bange Gefühle sorgen: Sie werden ihren Nachwuchs wohl nicht mehr bedenkenlos solche Geräte benutzen lassen.

Ist das vielleicht schon jetzt ein Grund dafür, dass die Spielobjekte sich stellenweise keines großen Zulaufs erfreuen, wie der Elberfelder Bezirksbürgermeister offenbar festgestellt hat? Der Stadt kann jedenfalls kein Vorwurf gemacht werden, was die Wartung und Pflege der Spielgeräte angeht: Etwaige Reparaturen sind meist nicht im Handumdrehen erledigt, zudem ist die weltmarktbedingte Liefersituation für Einzelteile aller Art momentan sehr angespannt.

Was das Liefergeschäft als solches angeht, herrscht in Elberfeld ein reges Treiben. Wie auch die Innenstadt in Barmen ist die Elberfelder City Austragungsort eines Pilotprojekts für den Lieferverkehr durch Kurier-, Express- und Paketdienste. Der soll insbesondere durch E-Fahrzeuge und Lastenräder  klimafreundlicher werden – eine weniger rabiate Fahrweise der Lieferanten tut aber offenkundig auch not.

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