Pudel-Polonaise in der Manege: Der Staatszirkus ist in der Stadt

Pudel-Polonaise in der Manege: Der Staatszirkus ist in der Stadt

Der Russische Staatscircus ist in der Stadt. Die Mischung aus Tiernummern, Akrobatik und Witz kommt gut an.

Barmen. Die atemberaubende und energiegeladene Show des Großen Russischen Staatscircus entführte das Publikum im 25 Meter hohen Zelt an der Carnaper Straße für zwei Stunden in eine andere Welt. Bei waghalsigen Stunts, wie etwa dem erstmalig präsentierten „Doppelten Teufelsrad“, bei dem die Artisten auf einem riesigen rotierenden Rad mit verbundenen Augen in Schwindel erregender Höhe laufen, fieberte das staunende Publikum mit.

Das mehr als 100 Personen starke Team mit internationalen Stars der Manege brannte ein Feuerwerk aus Akrobatik, Dramatik und Komik ab, bei dem das Publikum miteinbezogen wurde. Charlie-Chaplin-Doppelgänger Gagik Avetisyan hatte bei seinen komödiantischen Einlagen ein glückliches Händchen mit den ausgewählten Zuschauern, die ohne Scheu und engagiert munter mitmischten, so wie Mora und Björn, die sich große Sympathien verdienten.

Ob bei der Show der 16 Hunde von Igor und Marina Markevich, den akrobatischen und magischen Darbietungen von Julia und Rodion, der Slapstickparodie auf einem Riesenfahrrad oder der ideenreichen Trampolin-Nummer, der Funke sprang von den mit mehreren Preisen ausgezeichneten Künstlern aus zwölf Nationen auf das Publikum über. „Solch eine Unterhaltung mit dieser Atmosphäre kann man im Fernsehen unmöglich vermitteln. Viele Menschen reden auch Tage später noch von der Show — das macht den Unterschied“, so Zirkusdirektor Thierry Dourin zur WZ.

Die russischen Spitzensportler Shulga und Kiroushenkov beeindruckten mit absoluter Körperbeherrschung, während Yuri Volodchenkov mit seinem andalusischen Pferd eine perfekte Vorstellung zeigte, wie auch das Ballett The Great Russian Dance Company.

Für den größten Nervenkitzel sorgten vor dem großen Finale, bei dem sich alle Künstler noch einmal präsentierten, vier brasilianische Motorradfahrer, die ein Hochgeschwindigkeitsrennen in einer Stahlkugel mit rund fünf Metern Durchmesser zeigten. „Die Show kann ich jedem nur empfehlen, sensationell und erlebnisreich“, meinten Carolina und Lars Rodriguez Rebelo begeistert. Auch Alexandra Majewski war sehr angetan: „Ich war schon oft im Zirkus, aber so etwas habe ich noch nie gesehen.“

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