1. NRW
  2. Wuppertal

Prozess um totes Baby: Öffentlichkeit ausgeschlossen

Prozess um totes Baby: Öffentlichkeit ausgeschlossen

Heute will eine 23 Jahre alte Mutter dem Landgericht erklären, warum sie im Mai 2007 ihre Tochter erstickt hat.

Wuppertal. Ab heute muss sich eine 23-Jährige wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Laut Anklage hat die junge Frau im Mai 2007 ihre neugeborene Tochter erstickt, den Leichnam im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Uellendahler Straße versteckt. Erst im November des vergangenen Jahres wurde die Tragödie öffentlich.

Nach Zeugenhinweisen fanden Polizeibeamte das tote Baby - eingewickelt in eine Plastiktüte. Wenig später soll die Mutter - sie stammt aus dem Kongo - ein Geständnis abgelegt haben. Demnach war Angst um ihren Job als Fabrikarbeiterin und Angst davor, von ihrer Familie verstoßen zu werden, das Motiv für die Tat.

Heute will sich die junge Frau zu den Vorwürfen äußern. Für die Dauer ihrer Aussage hat das Landgericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Laut eines vorläufigen Gutachtens, war die Angeklagte zur Tatzeit nicht voll schuldfähig. Wie berichtet ist sie seit Monaten gegen die Hinterlegung einer Kaution auf freiem Fuß, lebt wieder mit ihrer Familie zusammen und kümmert sich unter anderem um ihren erstgeborenen kleinen Sohn. Bislang sind drei Prozesstage geplant.