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Prozess um Hasch-Plantage in Wuppertal mit 1000 Pflanzen

Justiz : Prozess um Plantage mit 1000 Pflanzen

Der Prozess um eine große Hasch-Plantage in Wichlinghausen hat jetzt vor dem Wuppertaler Landgericht begonnen.

Angeklagt sind zwei Männer, 22 und 24 Jahre alt. Ihnen wirft die Anklage unerlaubten Handel und Besitz von Drogen vor. Beschwerden über einen unangenehmen Geruch im Treppenhaus hatte die Polizei auf die Spur gebracht. Sie erschnüffelte gleich, dass es sich nicht um den Rauch von Joints handelte, sondern wahrscheinlich um Pflanzen. Im Keller des Hauses, früheren Lagerräumen, fanden die Beamten mehr als 1000 Cannabispflanzen inklusive der zugehörigen professionellen Ausstattung einer Cannabis-Zucht. Den Strom hatten die Täter illegal von anderen Leitungen abgezweigt. Die Pflanzen sollen etwa 21 Kilo Marihuana ergeben haben, zudem wurde 12,6 Kilo bereits abgeerntetes Marihuana gefunden – im Verkauf auf der Straße hätte die Drogen 660 000 Euro eingebracht. Als die Polizisten mit einem Durchsuchungsbefehl den Keller betraten, flohen die beiden Angeklagten, liefen aber direkt weiteren Beamten in die Arme, denn die Polizei hatte das Haus umstellt. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind sieben weitere Verhandlungstermine vorgesehen. Ein Urteil ist für den 16. Juli geplant.