Prozess um ein Drogen-Geschäft mit einer 17-Jährigen

Justiz : Prozess um ein Drogen-Geschäft mit einer 17-Jährigen

Der Angeklagte (50) soll die Jugendliche heroinabhängig gemacht haben, damit sie für ihn Rauschgift verkauft.

Er soll eine 17-Jährige durch freigebige Heroingaben abhängig gemacht haben, um sie dann als Drogenverkäuferin zu beschäftigen. Das wirft die Staatsanwaltschaft einem 50-Jährigen vor. Am Mittwoch begann der Prozess vor dem Landgericht.

Der Angeklagte wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Die lauten, dass er der jungen Frau im Mai vergangenen Jahres in der Wohnung eines Bekannten gezielt die Droge angeboten hat, obwohl sie nicht danach gefragt hatte.

Bis dahin „nur“
Marihuana geraucht

Dadurch soll sie zum ersten Mal im Leben Heroin geraucht haben, was sie bis dahin „nur“ mit Marihuana gemacht habe. 14 Tage habe der Angeklagte ihr dann täglich ein bis zwei Gramm Heroin geschenkt, so der Vorwurf. Dadurch sei sie abhängig geworden. Um weiteres Heroin zu bekommen, sei sie dann bereit gewesen, ihn bei seinen Drogengeschäften zu unterstützen. In der Folge soll sie nach seiner Anleitung an insgesamt 16 Tagen zwölf von ihm portionierte Heroin-Bubbles in die Elberfelder Innenstadt verkauft haben. Die Einnahmen gab sie ab, erhielt dafür etwa ein Gramm Heroin pro Tag für den Eigenbedarf, so der Vorwurf.

Der Vorsitzende Richter wies die Prozessbeteiligten auf Akten früherer Verfahren mit Beteiligung der jungen Frau hin. Danach soll sie drei Jahre zuvor schon einmal mit Heroin erwischt worden sein, damals wurde die Droge im Urin nachgewiesen. Sie muss jetzt beim nächsten Prozesstermin erklären, ob sie wirklich bis zum Angebot des Angeklagten kein Heroin konsumiert hat.

Mehr von Westdeutsche Zeitung