Prozess nach tödlichen Messerstichen in Barmen

Prozess nach tödlichen Messerstichen in Barmen

Acht weitere Verhandlungstage bis Mitte Juli vorgesehen.

Am Mittwoch begann vor dem Landgericht der Prozess gegen eine 42-Jährigen, der im vergangenen August einen 53-Jährigen auf der Berliner Straße in Barmen tödlich mit einem Messer verletzt hat. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

Der Mann aus Velbert soll mit dem späteren Opfer über dessen angebliche Schulden in Streit geraten sein, als sie sich zufällig am Abend des 19. August 2017 gegen 19.20 Uhr in Barmen vor einer Bar trafen. Laut Anklage stach der 42-Jährige dann mit einem Messer in Richtung Kopf und Hals des 53-Jährigen und verletzte ihn damit hinter dem rechten Ohr nahe der Halsarterie. Als sich der 53-Jährige darauf etwas entfernte und versuchte, mit dem Handy zu telefonieren, soll der Angeklagte weiter auf ihn eingestochen und ihn schwer verletzt haben.

Der 53-Jährige erlitt schwere Verletzungen an der Lunge, am Unterbauch und am Darm. Trotz intensivmedizinischer Versorgung starb er fünf Tage später. Der Vorwurf des Totschlags ist mit einer Strafe von fünf bis 15 Jahren bedroht. Für den Prozess sind acht weitere Verhandlungstage bis Mitte Juli vorgesehen.

Der Angriff hatte damals besonders viel Aufmerksamkeit erregt, weil erst einen Tag zuvor am Kipdorf ein 31-Jähriger bei einer Auseinandersetzung mit einem Messer getötet, sein Bruder (25) schwer verletzt wurde. Die beiden Taten hatten aber nichts miteinander zu tun. Wegen der Tat am Kipdorf läuft derzeit am Landgericht ein Prozess gegen zwei Jugendliche, die an der Tat beteiligt gewesen sein sollen. Die mutmaßlichen Haupttäter, damals 23 und 29 Jahre alt, werden noch gesucht. kati

Mehr von Westdeutsche Zeitung