Protest vor dem Zoo in Wuppertal: „Lasst Bili nach England“

Demo: Protest vor dem Wuppertaler Zoo: „Lasst Bili nach England“

Die Lage des Bonobo-Affen Bili sorgt weiter für Aufsehen. Die Demonstranten haben eine deutliche Botschaft.

Der Protest für die Verlegung des Bonobo-Affen Bili lässt nicht nach. Nachdem zuletzt schon circa 80 Tierschützer vor dem Zoo in Wuppertal demonstrierten, sammelten sich am Sonntag erneut zahlreiche Menschen. Die Forderung war auf einem Plakat klar formuliert: „Lasst Bili nach England“.

Das Leiden von Bili hatte bundesweit für Mitleid und Empörung. Bili war im November vergangenen Jahres aus Frankfurt nach Wuppertal gekommen und sollte dort für Nachwuchs sorgen.

Der zehnjährige Menschenaffe wird von seiner neuen Gruppe bislang aber nicht akzeptiert. Er wurde mehrmals von seinen Artgenossen angegriffen und verletzt. Selbst eine britische Zeitung setzte sich für das Tier ein. Tierschützer fordern, dass Bili an die „Ape-Monkey Rescue Sanctuary“ in Wales übergeben wird.

Der Direktor des Wuppertaler Zoos hatte zwischenzeitlich sogar Morddrohungen erhalten. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Beleidigung, Nötigung und Bedrohung auf.

Beim Demo-Geschehen am Sonntag blieb es ruhig, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion. Der Zoo hatte zuletzt betont, Bili weiterhin in die Gruppe integrieren zu wollen.

(red)
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