Protest-Plakate und Software für den Klimagipfel

Protest-Plakate und Software für den Klimagipfel

Wuppertaler bringen sich in das Thema Weltklima ein.

Wuppertal. Viele Menschen halten sie für die wichtigste Konferenz des Jahres, vielleicht sogar der Menschheit. Von Montag, 7., bis Freitag, 18. Dezember, findet in Kopenhagen die UN-Klimakonferenz, viele sprechen vom Weltklima-Gipfel, statt. Was kaum jemand weiß: Ein Wuppertaler Unternehmen ist dafür verantwortlich, dass auf der Internet-Plattform und im Teilnehmer-Management alles funktioniert. Die Wilhelm Innovative Medien GmbH mit Sitz an der Treppenstraße hat die Software für den Klimagipfel entwickelt.

Wie Firmen-Chef Jens Wilhelm berichtet, stammt das Redaktionssystem für Kopenhagen aus Wuppertal. Rund 100 Redakteure sitzen während des Gipfels an diesem System und pflegen Protokolle, Neuigkeiten, Treffpunkte, Daten zu Vorträgen und Workshops in das System ein. Genutzt wird es dann unter anderem von der Heerschar der Konferenz-Teilnehmer, die sich über ihr Apple-i-Pod stets auf den neuesten Stand bringen und so erfahren, wo sie wann was erledigen können. Ein Vorgehen, dass es den Teilnehmern erspart, sich bei Bedarf nach neuesten Infos irgendwo einen Computer suchen zu müssen. Teilnehmer-Management heißt so etwas neudeutsch.

Zugleich ist das Redaktionssystem aus Wuppertal auch Grundlage nicht nur für die interne Kommunikation, sondern auch für den offiziellen Internet-Auftritt. Schließlich soll auch über die virtuelle Teilnahme am Gipfel, am Programm und an Dokumenten eine möglichst große Öffentlichkeit erreicht werden.

Mit einer erstmals gestarteten Großplakataktion meldet sich pünktlich zum Gipfel auch Fair-Händler Gepa zu Wort. Das Unternehmen, das gerade erst den Wuppertaler Wirtschaftspreis und den Nachhaltigkeitspreis einer Verbraucherinitiative gewonnen hat, macht mit Plakaten an 500 Bahnhöfen in NRW zusammen mit "Eine Welt Netz NRW" auf die Verbindung zwischen fairem Handel und Klimaschutz aufmerksam. Die Forderung: Mehr Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd.

Denn, so Gepa-Geschäftsführer Thomas Speck: "Die Bewältigung des Klimawandels ist auch eine Frage der Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd. Viele Kleinbauern müssen ausbaden, was wir durch den Klimawandel anrichten." Monika Dülge Vom "Eine Welt Netz": "Der Klimawandel droht alles zunichte zu machen, was durch den fairen Handel erreicht worden ist und werden soll." Sie berichtet zum beispiel über die Idee vieler Jugendlichen, jeden Menschen mit einem Kohlendioxid-Konto zu versehen.

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