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Politiker wollen attraktivere Ortsmitte in WUppertal-Cronenberg

Kommunalwahl : Politiker wollen attraktivere Ortsmitte in Cronenberg

Die WZ stellt die Ziele der Parteien in der aktuellen Bezirksvertretung vor.

Wie kann Cronenbergs Ortsmitte verändert und für Fußgänger attraktiver werden? Viele Politiker wollen dafür eine Lösung – mit unterschiedlichen Ansätzen. Auch die Sportvereine sind vielen ein Anliegen sowie der Ausbau der Kinderbetreuung. Weitere Themen sind die ehemalige Hauptschule Berghauser Straße und die digitale Infrastruktur.

Die Kandidaten der CDU: Michael-Georg von Wenczowsky, Holger Reich, Günter Groß, Klaus Ditgens, Bernd Budt, Alexej Hundt.

Ihre Ziele: Die CDU-Vertreter wollen eine zukunftsweisende Verkehrsplanung und die Verabschiedung einer Denkmalbereichssatzung. Eine weitere Inanspruchnahme von Grünland in der freien Landschaft sei zu vermeiden, zum Beispiel am Mühlenberg und am Hipkendahl.

Die Entwicklung Cronenbergs sei durch Bebauungspläne mit Bürgerbeteiligung, nicht durch Verwaltungshandeln durchzuführen. Die Umwandlung von Gewerbe- in Wohnbauflächen müsse grundsätzlich unterbleiben. Die anzustrebende Vernetzung von Wohnen und Arbeiten mit Erholung diene der Ökologie und bestimme eine liebenswerte Heimat.

Die Grundschulen und die Kitas sollen zukunftssicher ausgestattet und baulich unterhalten werden. Gleiches gelte für die Sportstätten der Cronenberger Vereine.

Versäumnisse in der Straßenunterhaltung sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Beim Straßenbau seien Schutzstreifen für Radfahrer vorzusehen.

Die Kandidaten der SPD: Miriam Scherff, Oliver Wagner, Arnd Longrée, Peter Damaschke, Christel Longrée, Frank Brockmann.

Ihre Ziele: Ein Anliegen ist ihnen die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur. Mehr und bessere Radwege seien wichtig, um Verkehrslärm und Unfälle zu reduzieren. 2003 sei ein Verkehrsgutachten erstellt worden, das unter anderem eine Verkehrsführung mit Einbahnstraßen vorsieht. Sie setzten sich für eine Aktualisierung ein.

Sie hätten fest im Blick, welche Folgen die Corona-Krise für Sportvereine habe. Wo einbrechende Einnahmen Vereinsangebote gefährden, wollen sie sich für Hilfen engagieren. Sie wollen die Natur schützen, daher habe das Vermeiden weiterer Flächenversiegelungen Priorität.

Das Kulturangebot müsse gesichert werden. Mit dem TiC-Theater habe Cronenberg eine in NRW einmalige Einrichtung. Gleiches gelte für die Kulturschmiede, die durch ihr facettenreiches Angebot hervorsteche.

Zudem will die SPD Brachflächen für Wohnen und Gewerbe entwickeln, die Betreuungsmöglichkeiten und die digitale Infrastruktur ausbauen.

Die Kandidaten der Grünen: Regina Orth, Dirk Wallraf, Eva Miriam Fuchs, Dagmar Liste-Frinker, Julia Büchner, Paul Yves Ramette.

Ihre Ziele sind die Weiterführung der Ortskernplanung, eine Verkehrsberuhigung auf der Hauptstraße in der Ortsmitte, zum Beispiel durch eine Tempo-30-Zone, Ausbau und Weiterführung der Radwege, Erhalt von historischen, ortsbildprägenden Gebäuden wie der Schule Berghauser Straße, mehr Platz für die Sportvereine und Bau der lange benötigten Sporthalle.

Sie sind gegen Kürzungen im ÖPNV und für eine bedarfsgerechte Anbindung an andere Stadtteile, zum Beispiel Ronsdorf.

Sie wollen das Naturschutzgebiet Burgholz mit Arboretum sowie alle anderen Wälder schützen und erhalten. In diesem Sinne wollen sie weiterhin Gespräche mit den Mountainbiker*innen führen, um eine vertretbare, legale Lösung für diese Sportart zu finden.

Sie wollen erreichen, dass allen Kindern einen Betreuungsplatz mit flexiblen Betreuungszeiten zur Verfügung steht. Sie sind der Überzeugung, dass sie mit allen demokratischen Parteien konstruktiv und zielorientiert zusammenarbeiten können.

Die Kandidaten der FDP: Jennifer Schunck, Hans-Hermann Bock, Leon Hoeborn, René Schunck, Hartmut Stiller, Patricia Knauf-Varnhorst.

Ihre Ziele: „Wir Cronenberger lieben unser ,Dorp‘“, erklären die FDP-Kandidaten. Cronenberg sei insbesondere durch das großartige Engagement der Cronenberger Bürgerinnen und Bürger zu einem solch lebenswerten Stadtteil geworden. Sie setzen sich darum dafür ein, dass bürokratische Hürden für bürgerschaftlich initiierte Projekte abgebaut werden und städtische Gelder vermehrt nach Cronenberg fließen.

Zudem werden sie den Ausbau von nachfragegerechten Kinderbetreuungsangeboten sowie den Ausbau offener Ganztagschulen fördern. Gleichzeitig wollen sie mit entsprechenden Konzepten die seniorengerechte Mobilität im Stadtteil steigern.

Damit Cronenberg weiterhin für Unternehmen attraktiv bleibt, müsse der Ausbau des Glasfasernetzes im Stadtteil vorangebracht werden. Sie unterstützen den Umbau der Verkehrsführung im Ortskern unter Berücksichtigung eines „Shared Space“-Konzepts, damit die Aufenthaltsqualität zwischen Kemmanstraße und Rathausstraße verbessert wird.

Die Kandidaten der Linken: Heinz-Georg Zehnpfennig, Bernd Picard, Gudrun Küppershaus.

Ihre Ziele: Heinz-Georg Zehnpfennig erklärt, er setze sich für die Umwandlung der ehemaligen Hauptschule Berghauser Straße in eine Rettungswache ein. Damit würde die Umsetzung des Rettungsdienstbedarfsplans erreicht. Die 704 000 Euro für den Erwerb von Grundfläche für fünf fehlende Rettungswachen – im Rat mit Mehrheit des Schwarz-Grünen Kernbündnisses beschlossen – seien „Sand in den Augen der Wähler/innen“. Damit die Rettungskräfte die vorgegebenen acht Minuten bis zum Einsatzort auch in Sudberg einhalten können, sei eine Rettungswache an der Berghauser Straße ideal. Wenn die Freiwillige Feuerwehr von der Kemmannstraße in das denkmalgeschützte Gebäude umziehe, entstehe zugleich Fläche für bezahlbaren Wohnraum.

Die Kandidaten der WfW (Freie Wähler/Wählergemeinschaft für Wuppertal): Barbara Stenzel, Kirsten Kroll.

Ihre Ziele: Barbara Stenzel erklärt, sie wollten die Ortskernplanung voranbringen. Dazu sollten weitere Maßnahmen wie Begrünung, Weihnachtsbeleuchtung und eine andere Verkehrsführung angedacht werden.

Ihr liege eine baldige und gute Lösung im Umgang mit der Wildschweinplage am Herzen. Da die Fraktion Freie Wähler/WFW auch gegen die Seilbahn gestimmt hat, seien auch die Buslinien in Cronenberg alle erhalten geblieben.

In Zukunft würden zusätzlich 2000 Schulplätze benötigt. Sie werde sich daher für eine Reaktivierung der Hauptschule Berghauser Straße einsetzen – statt des Neubaus einer 7. Gesamtschule. Sie will sich zudem für den Erhalt des Bürgerbusses „Dörpi“ einsetzen.