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Politiker stimmen gegen dauerhaftes Karussell in Wuppertal-Elberfeld

Politik : Politiker stimmen gegen dauerhaftes Karussell in Elberfeld

Für die BV Elberfeld ist nur ein zeitlich begrenztes Fahrgeschäft vorstellbar. Das allerdings nicht auf dem Döppersberg oder dem Neumarkt.

Gegen etwas mehr Rummel in der Elberfelder Innenstadt haben die Bezirksvertreter zwar grundsätzlich nichts, die dauerhafte Aufstellung eines Karussells und eines Verkaufsstandes für Süßigkeiten in der Fußgängerzone lehnen sie aber ab. Auf diesen Nenner lässt sich die bisweilen etwas chaotisch verlaufende Debatte bringen, die sich jüngst in der Bezirksvertretung Elberfeld entspann.

Hintergrund war der Antrag eines Wuppertaler Schaustellers, der ein Kinderkarussell und einen Verkaufsstand in der Innenstadt betreiben möchte. Bevorzugter Standort für das Fahrgeschäft wären der Bahnhofsvorplatz oder der Neumarkt gewesen. Der Schausteller betreibt bereits ein Kinderkarussell am Alten Markt in Barmen, das dort noch bis Ende August läuft.

Mit dem Antrag in der BV wollte der Geschäftsmann nun erreichen, dass er – gerade in Zeiten der Corona-bedingten Einnahmeausfälle – auch in Elberfeld Standorte erhält, wie er in der Sitzung erklärte. Damit könne die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gesteigert werden. In anderen Großstädten der Region gebe es solche dauerhaften Angebote bereits, teilweise schon seit Jahren, sagte er.

Dass der Schaustellerbetrieb in Elberfeld auf Dauer ausgelegt wäre, stieß bei den BV-Vertretern jedoch auf Skepsis. Ein dauerhafter Betrieb sei „nicht vorstellbar“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Knorr. Bestenfalls bis Ende März 2021 könne ein Betrieb in der Innenstadt erlaubt werden. Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Gerta Siller konnte sich das Angebot nur zeitlich begrenzt vorstellen.

Döppersberg oder Neumarkt
seien die falschen Standorte

SPD-Fraktionschef Thomas Kring brachte zudem Kritik an der Auswahl der Standorte ins Spiel. Der Betrieb eines Karussells oder eines Verkaufstands am Döppersberg oder auf dem Neumarkt sei nicht die richtige Wahl. Als Zwischennutzung sei dagegen der Platz am Kolk vorstellbar, dort könnten sich dann auch andere Schausteller mit ihren Ständen ansiedeln.

Mit deutlicher Mehrheit lehnten die Bezirksvertreter deshalb den Antrag auf einen dauerhaften Betrieb des Karussells und des Verkaufsstandes ab. Im Anschluss konnten sie ihr Votum zu potenziellen Standorten für den zeitlich begrenzten Betrieb solcher Geschäfte abgeben. Der Döppersberg, der Platz am Kolk und der Neumarkt wurden mit teilweise recht knappen Voten abgelehnt. Zustimmung fanden dagegen mögliche Standorte am Willy-Brandt-Platz oder auf dem Karlsplatz.