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Politiker kritisieren Fehlen der Polizei in Bezirksvertretung

„Das ist nicht akzeptabel“ : Politiker kritisieren Fehlen der Polizei in BV

Es sind zwei Themen, die in den letzten Wochen im Wuppertaler Westen ein großes Echo ausgelöst haben. Die mögliche Zusammenlegung der Wachen Vohwinkel und Hofkamp sowie die Graffiti-Schmierereien im Ortsteil mit hohem Sachschaden standen daher auch auf der Tagesordnung der aktuellen Sitzung der Bezirksvertretung Vohwinkel.

Dazu sollte es eine aktuelle Berichterstattung der Polizei geben. Diese fiel allerdings coronabedingt aus. Die Polizei sah sich aufgrund der Pandemieentwicklung nicht in der Lage an einer Präsenzveranstaltung teilzunehmen. Über das Fernbleiben gab es seitens der Politik deutlichen Unmut.

„Das ist nicht akzeptabel“, sagt CDU-Fraktionssprecher Carsten Heß. Er verweist auf die umfangreichen Infektionsschutzmaßnahmen in der Bezirksvertretung. Für deren Teilnahme war ein tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest erforderlich. Außerdem wurde die Sitzung in den Barmer Ratssaal verlegt, um die Abstandsregelungen noch besser einhalten zu können. Hier galt die übliche Maskenpflicht. Enttäuscht über die Absage der Polizei zeigte sich auch Grünen-Sprecherin Barbara Naguib. „Das ist sehr kritikwürdig“, findet sie. Ihrer Ansicht nach hätte zumindest eine Teilnahme in digitaler Form erfolgen müssen.

Die Polizei begründet das Fernbleiben mit „zahlreichen aufwendigen internen Schutzmaßnahmen“. So würden alle Besprechungen nur telefonisch oder online abgehalten. Daher habe auch für die Bezirksvertretung eine Absage erfolgen müssen. „Zu den genannten Themen gibt es keinen neuen Sachstand, weshalb die Teilnahme unverhältnismäßig gewesen wäre“, erläutert Polizeisprecher Alexander Kresta auf Nachfrage.

Bei der Entwicklung der Polizeiwache Vohwinkel handele es sich bislang um „noch ergebnisoffene organisatorische Diskussionsgrundlagen und Denkmodelle“.  Wie berichtet, gibt es Pläne zur Prüfung einer organisatorischen Zusammenlegung der Wache im Stadtteil mit dem Standort am Hofkamp. Die Politik befürchtet diesbezüglich eine Schließung des Vohwinkeler Standorts. Bezüglich der Graffiti mit Bezug zum Weltfrauentag 2021 sind laut Polizei Ermittlungsverfahren anhängig, aber noch nicht abgeschlossen. Vergleichbare Sachbeschädigungen hätten sich seither nicht wiederholt. Die betroffenen Bereiche würden entsprechend von der Polizei kontrolliert.