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Podcast der Universität Wuppertal gibt Antworten auf Erziehungsfragen

Campus Wuppertal : Podcast gibt Antworten auf Erziehungsfragen

Die beiden Erziehungswissenschaftler Rita Casale und Fabian Kessl beleuchten in ihren „Corona-Gesprächen“ aktuelle Themen aus pädagogischer Perspektive. Denn nicht nur Virologen haben derzeit etwas zu sagen.

Zwei Dozenten der Universität Wuppertal wagen sich an ein neues Format: Einen fachlichen Video-Podcast. Die beiden Erziehungswissenschaftler Rita Casale und Fabian Kessl beleuchten in ihren „Corona-Gesprächen“ aktuelle Themen aus pädagogischer Perspektive. Denn nicht nur Virologen haben derzeit etwas zu sagen. Die Corona-Pandemie betrifft die ganze Gesellschaft und wirft auch pädagogische Fragen auf: Welchen Einfluss hat es auf Kinder, wenn Schule oder Kita plötzlich wegfällt? Was bedeutet das für arbeitende Eltern? Welche Auswirkungen hat es, wenn eine Uni plötzlich ihre ganze Lehre digital gestalten muss? Wie ist Nähe in Zeiten sozialer Distanzierung noch denkbar?

„Wir wollen die aktuelle Krise nicht ignorieren und ein Format schaffen, in dem eine Auseinandersetzung mit diesem historischen Ereignis möglich ist“, erklärt Fabian Kessl. Anstoß dafür war auch die Umstellung der Uni-Lehre auf digitale Formate. Beide Dozenten hatten sich für ein „Nicht-Semester“ ausgesprochen, um deutlich zu machen, dass die gegebene Situation keinen „normalen“ Unibetrieb zulässt. Mit ihrem Video-Podcast wollen sie bewusst einen öffentlichen Raum schaffen, der die Coronakrise selbst zum Gegenstand macht. Rita Casale betont: „Wir befinden uns noch inmitten der Situation und möchten deshalb keine fertigen Antworten formulieren. Aber wir verstehen unsere Gespräche als Möglichkeit für einen gemeinsamen Austausch und als Denkanstoß.“

Die zirka 30-minütigen Videos entstehen im Home-Office über gemeinsame Video-Konferenzen. Zielgruppe sind vor allem Studierende oder Beschäftigte der Universität und natürlich alle, die sich der Coronakrise aus pädagogischer Perspektive nähern möchten. Um dem Podcast folgen zu können, muss man nicht unbedingt Erziehungswissenschaften studiert haben. Die Gespräche sind jedoch intellektuell anspruchsvoll und bewusst fachlich gehalten. Sie reflektieren vielseitige Themen und machen auf verschiedene Sichtweisen aufmerksam. In den folgenden Gesprächen soll unter anderem das Thema der Generationen, auch in Bezug auf Fridays for Future, behandelt werden.