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Platz Ost in Wuppertal: Kommission stimmt erneut für einen Taxiplatz

Umbau Döppersberg : Platz Ost: Kommission stimmt erneut für einen Taxiplatz

In der Sitzung am Dienstag gab es Kritik und Nachfragen zur Mauer am Döppersberg.

Mit 4 zu 3 Stimmen votierten die Mitglieder der Planungs- und Begleitkommission Döppersberg für einen begrünten Taxiwarteplatz hinter dem Primark-Gebäude und gegen eine Bürgerbefragung zu der Gestaltung des „Platz Ost“ genannten Areals. Dies ist aber nur eine von mehreren Abstimmungen. Weitere Gremien werden das Thema diskutieren, die endgültige Entscheidung trifft der Rat voraussichtlich in seiner Sitzung am 22. Juni. Weiteres großes Thema der Kommissionssitzung am Dienstag war die Mauer am Döppersberg.

Die Verwaltung hatte in der vergangenen Woche das Gutachten eines Sachverständigen veröffentlicht, nach dem die Mauer mit falschen Steinen errichtet wurde und diese auch falsch eingebaut sind. Die Bilanz: Die Mauer hätte so nicht gebaut werden dürfen.

Besonders viele Fragen hatte Bernhard Sander von den Linken, der mehrfach wissen wollte, warum die Fehler nicht aufgefallen sind: „Es gibt einen Bauherrn, es gibt eine Arge und es gibt eine Bau-Überwachung. Und niemandem fällt auf, dass die Regeln nicht beachtet werden?“, empörte er sich.

Baudezernent Frank Meyer betonte: „Es ist nicht Aufgabe der Baubehörde, das Material zu überprüfen.“ Die Stadt habe, als Zweifel auftauchten, nachgehakt, sich zunächst von dem Tüv-Zertifikat beruhigen lassen, dann den Sachverständigen beauftragt.

Die Stadt sehe allein die Arge Wittfeld/MBN in der Verantwortung, den Firmenzusammenschluss, der den Auftrag zum Umbau des Döppersberg übernommen habe. Martina Langer von der Projektleitung betonte: „Wir sind mit ihnen im Gespräch.“ Man hoffe darauf, sich einigen zu können. Sonst müsse man vor Gericht ziehen.

Auf die Arge verwies Meyer auch bei der Frage, ob die Mauer saniert oder abgerissen und neu gebaut werden muss: „Eine Antwort wäre hochspekulativ. Ich brauche erst Fakten.“ Die Arge müsse ein Konzept vorlegen. Zur Sicherung der Mauer denke die Stadt an ein Netz, aber die Arge müsse auch dafür Vorschläge machen. Die Sicherung soll bis zum Sommer eingerichtet sein, wiederholte Martina Langer eine Zielvorgabe, die sie der WZ gegenüber schon gemacht hatte.

Meyer versprach auf Anregung von Klaus Lüdemann (Grüne) einen schriftlichen Bericht über weitere Maßnahmen, wenn es neue Entscheidungen gebe. Zudem waren sich alle einig, dass die Kommission bei neuen Entwicklungen gegebenenfalls kurzfristig zusammentritt.

Über den Fortgang beim Bunker-Umbau berichtete Rolf Volmerig, Chef der Wirtschaftsförderung. Die Firma Riedel sei zwar durch die Corona-Pandemie betroffen, arbeite aber weiter am Bunker. Es bestehe weiterhin der Plan, dass das Café Cosa und der Info-Pavillon im April 2021 übergeben werden. Dann solle der Innenausbau beginnen, für den etwa zweieinhalb Monate vorgesehen sind, so dass die Pavillons im Juni 2021 fertig sein könnten.

Bis dahin soll auch die Fläche des Wupperparks soweit fertig sein, dass das Café Cosa von der Morianstraße und der Info-Pavillon von der Alten Freiheit aus betreten werden können, erklärte Andreas Klein von der Projektleitung Döppersberg. In der Mitte der Fläche müsse dann noch gearbeitet werden. Im September 2021 könne der Park bis auf die Bäume fertig sein, die würden dann im Herbst gepflanzt.

Martina Langer lieferte einen Baustellenbericht zu den noch nicht abgeschlossenen Arbeiten. So muss der Fußweg vom Islandufer zum Köbo-Haus weiter gesperrt bleiben, weil sich die Köbo-Haus-Sanierung noch hinzieht. Dessen Fertigstellung werde frühestens im Frühjahr 2021 erwartet.

Aktuell stehe die Verkleidung der Mauerrückseiten am Platz Ost und am oberen Bahnhofsplatz an. Gerade liefen die Vorplanungen für die Elisabeth-Schniewind-Straße. Und bei den Hochbauarbeiten würden weiter Mängel abgearbeitet. Die Ursache für das Eindringen von Feuchtigkeit in die Mall sei immer noch nicht gefunden. Zudem gebe es nun auch im Parkdeck zwei Stellen, an denen nach starken Regenfällen Feuchtigkeit auftrete. „Das wird jetzt untersucht.“

Auf Nachfrage von Klaus Lüdemann von den Grünen zu den versprochenen Sitzbänken in der Mall erklärte Frank Meyer, die Bahn habe der Stadt Vorschläge für 16 Sitzplätze gemacht. Die Stadtspitze werde in Kürze entscheiden, ob diese Zahl ausreiche. Und Martina Langer antwortete auf Lüdemanns Frage nach den Radabstellplätzen im Parkdeck, dass dafür nur noch die Zugangskontrolle fehle. Die könne coronabedingt nicht geliefert werden. Bei den Stadtwerken gebe es Überlegungen, die Abstellplätze trotzdem in Betrieb zu nehmen.