Pinke Schuhe rücken in Wuppertal Brustkrebs in den Fokus

Aktionstag : Pinke Schuhe rücken Brustkrebs in den Fokus

Das Brustzentrum Wuppertal informierte auf dem Laurentiusplatz über die Krankheit.

Brustkrebs zählt zu den meist gefürchtetsten Krankheiten bei Frauen. Doch noch zu oft wird über dieses Thema geschwiegen. Um daran etwas zu ändern und das Thema ins Bewusstsein der breiten Masse zu rücken, hatte das Brustzentrum Wuppertal am Samstag auf den Laurentiusplatz eingeladen.

Das Brustzentrum, eine Kooperation des Helios Universitätsklinikums und des Agaplesion Bethesda Krankenhauses, war dort Gastgeber der „Pink shoes“-Aktion. Die Veranstalter hatten vorab dazu aufgerufen, alte Schuhe mit auf den Laurentiusplatz zu bringen. Diese wurden vor Ort pink angesprüht und in Form einer pinken Schleife aufgestellt – dem Markenzeichen von Brustkrebsorganisationen. „Wir wollen ein Zeichen gegen Brustkrebs setzen“, erklärte die Leiterin des Brustzentrums Vesna Bjelic-Radisic. „Wir haben überlegt, wie wir den Leuten vermitteln können, dass es sich bei dieser Krankheit nicht um ein Tabuthema handeln sollte“, sagt sie. Denn Brustkrebs sei eine besondere Form der aggressiven Krankheit. „Man kann damit sehr gut und lange leben. Wir wollen mit der Aktion zeigen: Wuppertal hat Leute, die sich um Menschen mit Brustkrebs kümmern“, so Bjelic-Radisic.

Wer einen Schuh mitbrachte, erhielt dafür im Gegenzug einen rosa Donut, die von der Bäckerei Steinbrink gespendet worden waren. Doch wie kommt es zu der pinken Farbe? Auch hier ist die Antwort das Markenzeichen der Organisationen, die über Brustkrebs informieren und aufklären wollen.

Für das nächste Jahr ist bereits eine Wiederholung geplant

Die Aktion auf dem Laurentiusplatz war so etwas wie ein Versuch. „Ich kannte das Konzept aus Österreich“, erzählte Bjelic-Radisic. „Ich bin vor einem Jahr nach Wuppertal gekommen. Ich wollte schauen, ob es hier auch funktioniert. Und es klappt super.“ Bei der Aktion wurden bereits viele Ideen für die nächsten Jahre gesammelt: „Wir wollen das jetzt einmal jährlich im Oktober machen“, so Bjelic-Radisic. Der Oktober sei wichtig, da es sich um den „Pinktober“ handle. Dies sei der Aktionsmonat zum Thema Brustkrebs. In den nächsten Jahren soll dann nach weiteren Sponsoren und Details gesucht werden. So zum Beispiel steht die Überlegung im Raum, den Platz rosa zu beleuchten. Doch dies seien nur Ideen.

Zur Unterstützung holte sich das Brustzentrum die Musikgruppe Apito Fiasko. Diese Percussion-Gruppe soll dabei helfen, die Leute zusammenzutrommeln. Auf die Gruppe aufmerksam geworden, sei das Brustzentrum beim Schwebebahnlauf. Natürlich gab es auch einige Infostände zu Selbsthilfegruppen und Schminkkursen. Letztere seien wichtig, damit Patientinnen bei Bedarf sich trotz der Erkrankung wohlfühlen können.

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