Pinguin-Forschung bringt Wuppertaler Schülern das Ticket ins Finale

Wettbewerb : Pinguin-Forschung bringt das Ticket ins Finale

Zwei Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums sind bei „Jugend präsentiert“ erfolgreich.

Am Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) im Schulzentrum Süd wird geforscht und gestaunt. Die dortigen Schüler stellen sich Fragen wie „Können Delfine Händchen halten?“ oder „Geht der Trend zur Aktivkohle?“ Sie wollen wissen, ob sich der Ebola-Virus wirklich so schnell verbreitet und wie Lkw effizient einparken können. Und die Antworten darauf liefern sie auch. So geschehen am Wochenende, als bei der Qualifikationsrunde zum Wettbewerb „Jugend präsentiert“ 42 Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen ihre Forschungszwecke präsentierten.

Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium ist seit 2017 als „Jugend präsentiert Schule“ ausgezeichnet und so freut sich die stellvertretende Schulleiterin Cornelia Wissemann-Hartmann über die rege Teilnahme. „Aus mehr als 4541 Schülern haben sich 250 qualifiziert“, sagte sie bei der Vorstellung der Ergebnisse. Und sie betonte, dass die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) am CFG besonders große Wertschätzung erfahren. Das Interesse an den Fächern werde bereits ab der fünften Klasse spielerisch gefördert. Als Beispiel führte Wissemann-Hartmann den Laborunterricht in der Biologie an. Dabei werde der Lehrstoff nicht nur anschaulicht, sondern auch spannend vermittelt.

Ab der 8. Klasse entscheiden sich die Schüler dann im Differenzierungsbereich für MINT oder MGU (Mensch-Gesundheit-Umwelt) sowie in der Oberstufe für die unterschiedlichen Leistungskurse.” Das Drehtürprojekt bietet seit 1999 zudem abseits des Unterrichts die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Projekt und Lehrern in der Mentorenrolle näher zu befassen. „Die Ergebnisse präsentieren die Schüler dann gerne zum Schuljahresende bei unserem ,Kaleidoskop der Talente’, erzählt Lehrerin Ursula Schmitz-Wimmer.

Die Schüler lernen auch die richtige Präsentationstechnik

Die Teilnahme am „Jugend präsentiert“-Wettbewerb befürwortet sie ausdrücklich, denn es gehe nicht um die reine Beschäftigung mit einem MINT-Thema. Vielmehr liege der Fokus auch auf der Vermittlung der Soft Skills. „Die Initiatoren bringen den Kindern Präsentationstechniken bei, die später für sie von Vorteil sein werden“, sagte Wissemann-Hartmann. Auch auf besonderen Wunsch der Eltern werden bei Reden verschiedene Techniken, Mimiken und Gestiken mit den Schülern trainiert. Denn „bei der Wettbewerbsteilnahme ist eine gewisse Ernsthaftigkeit beim Vortragen notwendig, aber auch der Spaß sollte spürbar sein“, erklärte Kollegin Schmitz-Wimmer. „Die Schüler brennen für ihre Themen.“

Das zeigte beim Wettbewerb auch Leander Siegels. Sein Thema „Können Delfine Händchen halten?“ ist Programm. Denn nicht nur die Nähe zum Zoo, sondern auch die Tiere an sich begeistern den Wuppertaler Schüler. In seiner Präsentation, gespickt mit Fachwörtern, gelungenen und anschaulichen Erklärungen sowie Interaktion mit dem Publikum, löst Leander das Rätsel auf: Ja, Delfine können Händchen halten. „Das ist eine soziale Funktion, ähnlich wie bei uns Menschen.“

Sein Mitschüler Leon Salem widmete sich den Größenunterschieden von Galapagos- und Kaiserpinguinen und der Frage, ob diese von den Lebensumständen abhängen. Mit Teammitglied Christian Rakic hat er sich für das Finale qualifiziert.

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