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Picobello-Tag: 7000 Wuppertaler wollen ihre Stadt putzen

Picobello-Tag: 7000 Wuppertaler wollen ihre Stadt putzen

Auch Henrike Mölleken ist beim Picobello-Tag am 29. März wieder dabei. Weitere Helfer sind willkommen.

Wuppertal. Henrike Mölleken ist so etwas wie eine Wiederholungstäterin. „Vor sechs Jahren war ich zum ersten Mal beim Wupperputz dabei — und würde immer wieder mitmachen“, sagt die 51-Jährige. Sie gehört zu den gut 7000 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die am Samstag, 29. März, ab 9 Uhr beim Picobello-Tag an den Start gehen.

Was sie an der Aktion fasziniert? „Dass man sich gemeinsam für etwas einsetzt. Außerdem ergeben sich bei der Arbeit am Ufer immer wieder nette Gespräche. Es macht einfach Spaß.“

Dabei ist der Anlass ernst: Beim letzten Picobello-Tag — im Frühjahr 2013 fiel er bei Schnee und Eis an der Wupper aus — kamen insgesamt 21 Tonnen Unrat zusammen. So hofft Michael Lutz, Organisator der Aktion und Umweltberater der Stadt, im zehnten Jahr des Wupperputzes auf möglichst viele helfende Hände: „Wir freuen uns natürlich über Voranmeldungen. Wer am 29. März aber ganz spontan mithelfen möchte, kann gerne um 9 Uhr zum Treffpunkt an der Kluse kommen.“ Dort werden die Teams dann mit Müllsäcken und Handschuhen eingedeckt. Außerdem gibt es bei dieser Gelegenheit einen Picobello-Anstecker für eine freie Fahrt mit der Schwebebahn zum Einsatzort.

Henrike Mölleken liegt vor allem der Ausblick aus der Schwebebahn am Herzen: „Das Wupperufer ist unsere Visitenkarte. Gerade auch für Besucher von auswärts. Der erste Eindruck zählt.“ Erschreckend sei nach wie vor, wie viel Müll achtlos ans Ufer geworfen wird. Flaschen und Verpackungen sind da eher noch die harmlose Variante: Immer wieder werden Einkaufswagen und sogar ganze Hausmüll-Ladungen an der Wupper eingesammelt und nach der Aktion von der Abfallwirtschaftsgesellschaft und der Straßenreinigung abtransportiert. Der Wupperverband sorgt an besonders steilen Stellen für einen gefahrlosen Zugang zum Ufer.

Die Teilnehmerliste ist auch in diesem Jahr bunt gemischt: Sportvereine machen ebenso mit wie Schulen, Kindergärten oder auch Gemeinden. Auf dem Beyenburger Stausee werden „Müllfischer“ in Kanus unterwegs sein. Entlang der Wupper sind Fahrradkuriere mit heißem Tee im Einsatz, um die Teams zu versorgen. Bei der Generalprobe am Beer-Sheva-Ufer in Barmen warf Henrike Mölleken am Mittwoch einen Blick zum Himmel, an dem sich spontan die Sonne blicken ließ. „Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.“