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Peter Werner: Kölsch-Rocker mit Wuppertaler Eigenheim

Peter Werner: Kölsch-Rocker mit Wuppertaler Eigenheim

WZ-Interview: Die Kölsch-Band „De Höhner“ rockt demnächst auf der Hardt. Im Interview verrät Gründungsmitglied Peter Werner seinen ganz besonderen Bezug zum Tal.

Herr Werner, was verbinden sie spontan mit Wuppertal?

Peter Werner: Zuerst einmal das Haus, in dem ich wohne. Das habe ich in einer Fertighaus-Ausstellung in Oberbarmen gekauft. Da war ich in paar Mal in Wuppertal. Als zweites fällt mir die Geschichte mit dem Elefanten in der Schwebebahn ein. Da habe ich mich immer gefragt, ob das wirklich gestimmt hat (lacht).

Werner: Große Unterschiede gibt es da wohl nicht. Ich habe selbst als Lehrer zweieinhalb Jahre in Bergisch Gladbach gearbeitet und meine Erfahrungen im Bergischen gesammelt. Aber so unterschiedlich sind die Menschen dort nicht. Unsere Wuppertaler Fans kennen unsere Lieder und können genauso feiern und mitsingen wie in den anderen Städten, in denen wir auftreten.

Werner: Das ist schon eine ganze Weile her. Besonders interessant war es vor etwa 15 Jahren, da waren wir als Vorband mit der Spider Murphy Gang unterwegs. Mit den Jungs aus München zu touren, war wirklich speziell.

Werner: Im Osten war es immer schon schwerer, an die Menschen ran zu kommen. Das liegt daran, dass der Osten ein protestantisches Gebiet ist und es daher dort keine Karnevalstradition gibt. Das macht es für die Menschen schwerer, den Zugang zu unserer Musik zu finden. Es dauert immer etwas länger, bis der Funke überspringt und die Leute mitsingen. Aber dank des Fernsehens und seinen Karnevalsübertragungen ändert sich das immer mehr.

Werner: Wir hatten ja schon immer auch hochdeutsche Titel, das macht vieles leichter. Und mit "Schenk Mir Dein Herz" hat ja es in diesem Jahr ein hochdeutscher Song von uns zum Kneipenschlager des Jahres geschafft. Darin geht es um den neuen Brauch von Verliebten auf Hohenzollernbrücke, ein Schloss am Zaun anzubringen und den Schlüssel in den Rhein zu werfen. Es würde uns freuen, wenn das die Wuppertaler auf ihren Brücken auch machen würden - in Melbourne hat das auch funktioniert.

Werner: Wir machen uns vor allem selbst Druck. Wichtig ist immer, dass wir alle sechs hundertprozentig dahinter stehen. Was auf die CD kommt, wird stets einstimmig beschlossen. Und nicht jeder Song war auf Anhieb ein Hit. So tat sich "Die Karawane zieht weiter" am Anfang beim Publikum etwas schwer. Als wir dann aber als Band richtig Gas gegeben haben, hat sie den Durchbruch geschafft.

Werner: Shary hat als aktive Fußballerin unseren Song "Viva Colonia" umgeschrieben und daraus ein Lied zum Frauenfußball gemacht. Der DFB hat uns dann gefragt, ob wir sie dabei unterstützen können. Da wir Shary gut kennen, haben wir spontan zugesagt. Und so werden wir jetzt beim Finale auftreten und "Da simmer dabei" mit Shary singen.

Werner: Wir werden erstmals in Asien auftreten. Es gibt ein Konzert zur NRW-Expo-Eröffnung in Shanghai und einen weiteren Auftritt im Nationaltheater in Peking. Vielleicht präsentieren wir da auch eine chinesische Version von "Viva Colonia". Mit "Echte Fründe" auf Türkisch hat das bei einem Konzert in Istanbul auch schon gut geklappt.