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Kommunalwahl: Parteien wollen Stadt aufwerten

Kommunalwahl : Parteien wollen Stadt aufwerten

Insgesamt 21 235 Wahlberechtigte dürfen am Sonntag, 13. September, in Spockhövel ihre Stimme abgeben. Fünf verschiedene Stimmzettel sind für die Sprockhöveler am Wahlsonntag auszufüllen. „Der Bürgermeister, der Landrat, der Kreistag, der Stadtrat und erstmals das Ruhrparlament sind zu wählen“, erklärt Evelyn Müller, Ressortleiterin für Soziales, Integration, Jugend, Familie und Schule.

Sie fungiert als Wahlleiterin und hat das ganze Prozedere genauestens im Blick.

Jede Wahl muss einzeln ausgezählt werden, ehe die nächste gezählt werden darf. Damit es spannend bleibt, werden die Stimmen für das Bürgermeisteramt erst am Schluss ausgezählt. Um das Amt kandidieren die Monheimer Stadtkämmerin Sabine Noll, die für CDU/Grüne antritt, zudem von MiS unterstützt wird und der erste Beigeordnete der Stadt Sprockhövel, Volker Hoven (SPD), der außerdem von FDP und WfS unterstützt wird. Die WZ blickt auf drei wichtige Kernprogramme der jeweiligen Parteien.

Die Sprockhöveler CDU sieht die Förderung der regionalen Wirtschaft, den Erhalt eines umfangreichen Sport- und Kulturangebotes in der Stadt sowie den Schutz von Natur und Umwelt als Kernpunkte in ihrem Wahlkampf.

Für die SPD hat die Umsetzung der Handlungskonzepte für die Aufwertung von Haßlinghausen und Niedersprockhövel oberste Priorität. Außerdem setzt sich die SPD für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ein. Die SPD will zudem neue Pflegeeinrichtungen schaffen und zeigt sich offen für die Belange der älteren Generation.

Bei der FDP liegt ein Fokus auf den Gewerbetreibenden. Diese sollen durch das städtische Investitionsprogramm unterstützt werden. Digitalisierung ist ebenfalls ein wichtiges Thema bei der FDP. Außerdem möchte auch die FDP in Haßlinghausen und Niedersprockhövel die Stadteile durch Baumaßnahmen aufwerten.

Die Grünen kämpfen für die Umsetzung der Energiewende. Sie fordern Solaranlagen auf allen Städtischen Gebäuden. Außerdem möchten sie eine bessere Mobilität für ÖPNV und Fahrrad. Sie wollen den Niedersprockhöveler Busbahnhof barrierefrei gestalten und die Taktung des SB37 erhöhen. Als dritten Punkt sprechen sich die Grünen gegen das Gewerbegebiet am Gangelshauser Wald aus. Sie wollen stattdessen die Fläche in ihrer ökologischen Vielfalt erhalten.

Der Erhalt des Gangelhausener Forstes steht auch bei der Freien Wählergemeinschaft MiS ganz oben auf dem Programm. Die MiS setzt sich außerdem für die Einführung eines Online-Bürgerbeteiligungsportals und eines Wertstoffhofs im Bereich des neuen Bauhofs an der Hiddinghauser Straße ein.

Die WfS will Wirtschaftsentwicklung und Umweltschutz gleichermaßen vorantreiben. Es müsse das Ziel der Wirtschaftsförderung sein, Handwerks- und Gewerbebetriebe in Sprockhövel anzusiedeln, da sie als Arbeitgeber und Steuerzahler wichtig sind. Ferner will die WfS gesunde Lebensbedingungen durch die Reduzierung von Schadstoff- und Lärmemissionen schaffen, forciert dazu eine umweltfreundliche Verkehrs-Infrastruktur, eine vernünftige Grünplanung und somit ein lebensfreundliches Umfeld für alle Sprockhöveler an. Ein Herzensanliegen sei es darüber hinaus, alle Schulen, die in städtischer Trägerschaft sind, zu erhalten.