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Park des Monats in Wuppertal: Klassiker, ein Geburtstagskind und eine Premiere

Wuppertals grüne Anlagen : Viele Klassiker, ein Geburtstagskind und eine Premiere im Westen

Am Sonntag geht die Reihe ins vierte Jahr. Auch ein Halt im Mirker Hain steht wieder auf dem Programm.

Michael Felstau und Klaus-Günther Conrads müssen schmunzeln. „Eigentlich sind zwölf Monate zu wenig.“ Die Reihe „Park des Monats“ habe sich mittlerweile so gut etabliert, dass es immer mehr Interessenten gibt, die Macher also mehrere Veranstaltungen in einen Monat packen müssen. Am kommenden Sonntag ist Auftakt der diesjährigen Reihe. Um 11 Uhr geht es in das Arboretum im Burgholz.

Ein Punkt, der auch in den vergangenen Jahren auf der Agenda stand. „Wir bedienen natürlich die Klassiker“, erklärt Conrads. Dazu gehören zum Beispiel das Burgholz oder die Barmer Anlagen. Man versuche aber immer, neue Themenschwerpunkte zu setzen — oder ganz neue Teilnehmer zu finden.

Bislang eher ein unbeschriebenes Blatt war in der Reihe der Wuppertaler Westen. „Da sind wir noch nicht hingekommen“, erzählt Felstau lachend. Das wird nun im März nachgeholt. Dirk Mücher vom Sauerländischen Gebirgsverein lädt dann zu einer „Rundwanderung um Hammerstein“ ein. Auch für Felstau Neuland, der sich schon freut. Gerade im Westen der Stadt hätten viele Parkanlagen durch den Bau der Autobahn gelitten. Die schönen Ecken zu zeigen, sei das Ziel der Wanderungen.

Die Veranstaltungsreihe verfolge aber noch weitere Ziele. Insbesondere mit Blick auf die Buga, die in mehr als zehn Jahren möglicherweise in Wuppertal stattfinden könnte. „Wir schaffen eine Vernetzung zwischen den Akteuren“, betont Conrads. Denn in Wuppertal seien längst viele Vereine und Initiativen aktiv, die sich für die Parkanlagen einsetzten. In dieser Hinsicht unterstütze man zudem die Stadt, die das aufgrund der personellen Situation gar nicht mehr hinbekomme.

Als Musterbeispiel nennen die Organisatoren den Mirker Hain. Über das Engagement des Bürgervereins Uellendahl hat sich dort die Parkhilfe Mirker Hain gegründet. Ein Glücksfall, sagen Felstau und Conrads. Denn die Parkanlage, die einst der Elberfelder Verschönerungsverein der Stadt geschenkt hatte, lag im Dornröschenschlaf.

Manfred Blum und seine Mitstreiter von der Parkhilfe sorgen nun für den Mirker Hain. In seiner Führung, die ebenfalls im März stattfindet, soll eben auch auf die Probleme eingegangen werden, die in Zeiten leerer öffentlicher Kassen darin bestehen, eine solche Parkanlage zu pflegen und zu erhalten. Denn das ist, wie Felstau und Conrads hervorheben, keine einmalige, sondern eine konstante Aufgabe.

Ein echtes „Geburtstagskind“ ist in diesem Jahr auch dabei. Die Ronsdorfer Anlagen werden 150 Jahre alt. Zum Ehrentag gibt es im Oktober „Lichterklänge“, einen „Augen- und Ohrenschmaus“, wie es in der Ankündigung heißt.

Ein Fan der Reihe ist Annette Berendes, Ressortleiterin Grünflächen und Forsten bei der Stadt. „Das ist ein richtiger Volltreffer. Ich bin dankbar, dass es so etwas gibt“, sagt Berendes, die selbst aktiv ist. Im Mai wird sie — passend zur Rhododendren-Blüte  — durch den Adolf-Vorwerk-Park führen. In der dazugehörigen Stiftung ist sie Mitglied im Vorstand.