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Orchester-Fusion: Kritik an Jungs Alleingang

Orchester-Fusion: Kritik an Jungs Alleingang

Wuppertal. Die Aussage von Oberbürgermeister Peter Jung, dass eine Fusion der Orchester nicht in Betracht komme, sorgt weiter für Unmut. Nach der FDP haben sich nun auch die Grünen zu Wort gemeldet.

Fraktionssprecher Peter Vorsteher moniert: „Für die Grüne Fraktion ist es nicht tragbar, dass der Oberbürgermeister ohne vorherige Entscheidungen in städtischen Gremien Entscheidungen von solcher Tragweite trifft.“ Vorsteher weiter: „Seit einem halben Jahr diskutiert der Kulturausschuss die Zukunft des Orchesters. Die große Kooperation hat sich bisher geweigert, klar Position zu beziehen, das Thema wurde auf die lange Bank geschoben.“

Vorsteher weist darauf hin, dass Jung erst verkündet habe, dass es keine Orchesterfusion gebe, nachdem der CDU-Parteitag die komfortable Mehrheit der großen Kooperation wiederhergestellt habe. Dann, so Vorsteher, habe der Oberbürgermeister verkündet — und „seine“ Fraktionen von SPD und CDU hätten sich angeschlossen. Dies bezeichnete Vorsteher als selbstherrlich und ignorant gegenüber dem Kulturausschuss.

Auch bei der Remscheider Politik hat die Aussage von Peter Jung für erhebliche Irritationen gesorgt. Dort ist zu hören, dass man nun erst einmal darüber nachdenken müsse, wie es mit den Bergischen Symphonikern weiter geht. In Solingen hatten die politischen Gremien schon vor der Sommerpause deutlich gemacht, dass sie einer Fusion der beiden Orchester sehr skeptisch gegenüberstehen. rom