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Open-Air-Kino startet in Wuppertal jetzt auch an der Mirke

Unterhaltung : Open-Air-Kino startet jetzt auch an der Mirke

Der Auftakt-Film ist am Donnerstag eine Reise-Doku.

Sonnenuntergang hinter der Kino-Leinwand. Wenn es nach den Organisatoren des Open-Air-Festivals „Dach der Stadt“ geht, kann es dieses Erlebnis schon am kommenden Donnerstag geben – schließlich muss einzig das Wetter mitspielen, um diesen weiteren Programmpunkt des Festival-Sommers an der Mirke mit Erfolg zu krönen. Für die irdischen Zutaten ist bereits gesorgt. Es steht nicht nur die große LED-Leinwand, sondern auch die vier Filme, die in den kommenden Wochen einige Abende an der Nordbahntrasse füllen werden.

Arne Schramm, einer der Köpfe des Veranstaltungsteams, freut sich auf eine zusätzliche Facette der sommerlichen Event-Reihe. „Generell war die Idee des Festivals, ein möglichst breites Kultur-Spektrum anzubieten“, erklärt er. So gab es auch von Anbeginn der Planung den Gedanken an Freiluft-Filme; das Medienprojekt Wuppertal nutzte diese Möglichkeit auf dem Festivalgelände bereits. Gemeinsam mit Mark Tykwer und seiner Agentur „Cinopsis“ wurde das Programm entwickelt. Dabei wurde besonderer Wert auf das Open-Air-Ambiente gelegt. Bewusst werden hier keine spannungsgeladenen Thriller gezeigt, die das Publikum im Tunnel verschwinden lassen. Der Fokus liegt auf der „lockereren Atmosphäre“, die Schramm sich für die Filmabende vorstellt: „Die Sonne geht unter, während der Film läuft. Das ist ein ganz anderes Kino-Erlebnis.“

So macht den Auftakt am Donnerstag die Doku „Verplant“, in der zwei Reisende ihren Weg von Deutschland nach Vietnam beschreiten – auf dem Fahrrad. Für Mark Tykwer bedeutet das eine „Vermählung“ des Themas mit dem Veranstaltungsort gleich an der Trasse. Er sieht in der vierwöchigen Reihe eher eine „Open-Air-Bewegtbild-Veranstaltung“ denn klassisches Kino. Was er meint, wird am übrigen Programm deutlich. So sind eine Kurzfilmsammlung über den Menschen und das Meer sowie ein Werk über den Outdoorsport zu sehen.

In „Raving Iran“ werden zwei DJs portraitiert, die sich dem Tanzmusik-Verbot in ihrem Land widersetzen und in Teheran illegale Partys veranstalten. „Uns war wichtig, dass auch ein politischer Film dabei ist“, sagt Schramm. „Es geht nicht nur um Unterhaltung, sondern auch darum, nachhaltig etwas mitzunehmen.“