Ölberg lädt zum Weihnachtseinkauf ohne Stress ein

Einzelhandel : Ölberg lädt zum Weihnachtseinkauf ohne Stress ein

„Bummeln statt Tummeln“ heißt das Konzept der inhabergeführten Manufakturen des Viertels.

In gemütlicher vorweihnachtlicher Atmosphäre über den Ölberg bummeln, nach Geschenken Ausschau halten, bei kleinen Aktionen mitmachen, Lesung und Musik genießen – das ist am kommenden Samstag, 15. Dezember, ab 11 Uhr auf der Marienstraße, Gertrudenstraße, Dorotheenstraße, Charlottenstraße und Sattlerstraße möglich. Denn dann findet zum dritten Mal „Bummeln statt Tummeln“ statt.
Elf lokale Geschäfte sind in diesem Jahr dabei. „In den letzten Jahren waren es immer zwischen zehn und 15 Geschäften“, sagt Organisatorin Bea Meder von der Manufaktur „Mithandundherz“, die seit vier Jahren Siebdrucke und Gestaltung anbietet. Neu dabei ist in diesem Jahr „Luthiera Streich- und Zupfinstrumentenbau“. Dort wird eine musikalische Erlebniswerkstatt geboten. Handwerklich geht es auch bei der „Schreinersuse“ zu: Dort können bei Glühwein und Keksen Glückspilze gestaltet werden. Einen kleinen Rummelplatz bietet „Mithandundherz“ an. Dort gibt es Dosenwerfen, ein Glücksrad, Pfeile werfen und Losverkauf. „Ein typischer kleiner Rummelmarkt eben“, sagt Bea Meder.

Nach Geschenken stöbern können Interessierte zudem bei „Bereichert“, mit Glühwein und Lakritzschnecken bei „Strangeville Records“ oder der „Ölberger Taschenmanufaktur“. Eine Kaffeepause mit Kuchen können die Besucher bei „La petite“ einlegen, sich bei „Est Est Est“ eine Weinverkostung oder bei „Hoegens Urbanität“ einen Weihnachtsdrink mit Gin gönnen. In der „Schmuckschmiede“ findet unter dem Motto „Heart of Gold“ eine Lesung mit Musik und Schmuck statt. Und den musikalischen Abschluss des Weihnachtsbummels bildet um 18 Uhr der Wuppertaler Musiker Horst Wegener mit einem Wohnzimmerkonzert im Modeladen „Liebesgruß“. Wegener, der in Kürze seine erste eigene CD herausbringen wird, bekommt mit seiner Piano- und Rapmusik Unterstützung von Charlotte Jeschke am Cello.

Mit der Veranstaltung wolle man bewusst einen Kontrast zu den großen Weihnachtsmärkten und den Angeboten in der Innenstadt bieten, sagt Johannes Wächter, Inhaber von „Mithandundherz“. „Wir wollen den Wert der Manufakturen auf dem Ölberg betonen.“ Von Möbeln über die Mode bis hin zu Instrumenten – am Ölberg werde Vieles selbst gefertigt. Seine Manufaktur habe zum Beispiel kürzlich ein von einem Wuppertaler Künstler gestaltetes T-Shirt herausgebracht, sagt Wächter. Der Ölberger Weihnachtsbummel mache ihm immer viel Spaß, auch wenn die Organisation und Vorbereitung natürlich aufwändig sei. Und so hoffen die Beteiligten auf etwas Hilfe von oben – auf besseres Wetter nämlich als im vergangenen Jahr, als der Weihnachtsbummel von stürmischem Wetter etwas eingebremst wurde.

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