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Ockel: Vorfreude auf Aralandia und die Megakirmes

Elberfeld-West : Ockel: Vorfreude auf Aralandia und die Megakirmes am Stadion

Elberfeld-West: Die Bürgermeisterin blickt voraus, was in diesem Jahr wichtig wird.

Kein Jahr ohne den WZ-Fragebogen: Auch 2020 wollen wir von den Bezirksbürgermeisterinnen und -meistern wissen, was in ihrem Bezirk dieses Jahr auf dem Programm steht und welche Herausforderungen warten. Heute: Ingelore Ockel (CDU), Bezirksbürgermeisterin von Elberfeld-West.

2020 ist das Engels-Jahr. Was bedeutet Friedrich Engels für Sie persönlich und welche Rolle spielt er für Wuppertal?

Ingelore Ockel: Für Wuppertal ist Engels sehr wichtig. Es werden bestimmt viele Besucher angezogen. Mir persönlich bedeutet Engels nicht sehr viel, aber ich werde mir bestimmt die Eröffnungsausstellung am 29. März 2020 ansehen. Ich bin sehr neugierig darauf.

Welchen Veranstaltungen und Terminen – losgelöst vom Engels-Jubiläum – fiebern Sie in Ihrem Bezirk entgegen?

Ockel: Natürlich der Eröffnung von Aralandia. Immerhin wird es die größte Freiflug-Voliere für Papageien in Europa sein. Außerdem freue ich mich auf die Megakirmes, es wird wieder eine neue Attraktion geben.

Was könnte ein Aufreger-Thema in Ihrem Bezirk werden?

Ockel: Jedes neue Projekt birgt Aufreger-Themen in sich. Es gibt immer von den Anwohnern pro und contra. Aufreger-Themen haben wir einige, die nicht abgearbeitet wurden. Ein großes Thema könnte die Brückensanierung am Sonnborner Kreuz werden.

Stichwort Mobilitätswende: Wo sehen Sie in Ihrem Bezirk Chancen und Möglichkeiten, aber wo auch schwer überwindbare Hürden?

Ockel: Belastbare und leistungsfähige Radverbindungen durch den Bezirk, in den Bezirk und aus den Bezirk.

2020 ist auch das Jahr der Kommunalwahl. Was erhoffen Sie sich daraus für Ihre Partei?

Ockel: Ein gutes Abschneiden. Dass wir trotz schlechter Presse in den letzten Monaten, wieder eine starke politische Kraft werden.

Und wer darf für 2021 den WZ-Fragebogen für Ihren Bezirk ausfüllen?

Ockel: Das entscheiden die Wähler. Anschließend die gewählten Bezirksvertreter, wem sie ihr Vertrauen schenken und zutrauen, gute Arbeit als Bezirksbürgermeister/in zu machen.

Rückblickend: Gibt es Themen, die Sie im Fragebogen in der Vergangenheit angesprochen haben, die Sie zukünftig aber vermeiden würden, weil sich eh nichts tun wird?

Ockel: Nein. Man muss immer wieder auf unangenehme Themen zurückkommen, sonst werden sie ganz vernachlässigt.

Noch kein Investor für die ehemalige Bergische Sonne, die Bahndirektion bleibt vorerst ein großer Leerstand und die Seilbahn ist beim Bürgervotum klar gescheitert — für welches Großprojekt in der Stadt sehen Sie dagegen Chancen?

Ockel: Für die Bergische Sonne wünsche ich mir schnellstens einen guten Investor, wenig Diskussion und schnelle Umsetzung. Für das Pina-Bausch-Zentrum sehe ich gute Chancen. Die sollte die Verwaltung nutzen.

Erstmalig konnten die BVen 2019 über die Vergabe der GFG-Mittel selbst entscheiden. Ein guter Schritt?

Ockel: Für mich eine tolle Sache. Hier können einige Projekte ermöglicht werden, die sonst nur Träume blieben. Nach Fertigstellung könnten die Bezirksvertretungen mehr Aufmerksamkeit vom Bürger bekommen. Es gibt viele schöne Ideen.

Die Zusammenarbeit gerade zwischen den Bezirksbürgermeistern wurde in den vergangenen Jahren intensiviert. Aber wie weit sehen Sie die Bezirksvertretungen auf ihrem Weg zu mehr Einfluss?

Ockel: Unsere Treffen finde ich sehr gut. Wir kommen immer zu einer gemeinsamen Auffassung der Probleme. Hier spielt die Parteizugehörigkeit keine Rolle. Das Miteinander ist ehrlich und respektvoll. Das vermisse ich sonst bei den Parteien untereinander. Wir haben mehr Wahrnehmung gegenüber der Verwaltung bekommen. Dies fehlt uns noch gegenüber den Bürgern. Auch wenn die Verwaltung bei manchen Forderungen nur müde lächelt, haben wir doch einiges erreicht, oder auf den Weg gebracht.