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Oberbürgermeister-Kandidat Uwe Schneidewind stellt Wahlkampagne vor

Oberbürgermeister-Kandidat : Die Schnittmenge aus schwarz und grün heißt Schneidewind

Uwe Schneidewind ist der gemeinsame Oberbürgermeister-Kandidat für die CDU und die Grünen. Nun stellt er seine Wahlkampagne vor, dabei ist Schnittmenge ein zentraler Begriff.

Schnittmengen – das ist ein zentraler Begriff der Wahlkampfkampagne, die Uwe Schneidewind, gemeinsamer Oberbürgermeister-Kandidat von CDU und Grünen, am Dienstag in einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt hat. „Uwe Schneidewind verbindet, sucht Gemeinsamkeiten und findet Schnittmengen“, so lautet die Kernbotschaft der Kampagne, die von dem Wuppertaler Designer Marius Freitag graphisch umgesetzt worden ist.

Seit Wochen hat die Corona-Pandemie alle anderen Themen in den Schatten gestellt. Während Amtsinhaber Andreas Mucke als Krisenmanager im Blickfeld steht, muss OB-Kandidat Schneidewind seine Wahlkampfaktivitäten einschränken. Dass es Nachholbedarf gibt, was seine Bekanntheit im Vergleich zum Konkurrenten Andreas Mucke gibt, leugnet Schneidewind nicht. Bedingt durch die Corona-Pandemie werde er daher noch intensiver als vielleicht zunächst geplant daran arbeiten, seinen Bekanntheitsgrad in allen Kreisen der Wuppertaler Bevölkerung zu steigern. Die Arbeit der Stadt in der Coronakrise bewertet er als Teamleistung, an der maßgeblich auch zwei CDU-Dezernenten beteiligt seien.

Einen aggressiven Wahlkampf gegen Amtsinhaber Mucke hat Schneidewind nicht im Sinn. „Ich möchte im Wahlkampf die Potenziale der Stadt sichtbar machen. Durch das schwarz-grüne Bündnis ist vor eineinhalb Jahren Bewegung in die Stadtpolitik gekommen“, sagt Uwe Schneidewind. Diesen Impuls will er aufgreifen und ab Juni neben dem bereits angelaufenen digitalen Wahlkampf im Internet und über soziale Medien seine Ideen auch in öffentlichen Veranstaltungen präsentieren. „Wir werden eine Reihe von Diskussionen zu Wuppertaler Themen mit nationalen und internationalen Experten anbieten“, sagt Schneidewind.

Vier Themenfelder beschreibt er als zentral für die Entwicklung der Stadt: Wirtschaft, Lebensqualität, Mobilität und Bildung. Aufgrund der massiven Folgen der Corona-Pandemie werde die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt das beherrschende Thema der kommenden Jahre sein.

Die Forensik bleibt ein Wahlkampfthema

Viele Gespräche möchte er in den Unternehmen über die erforderlichen Rahmenbedingungen führen. Ein wichtiger Punkt sei die Bereitstellung von Gewerbeflächen. Dazu sei eine aktualisierte coronabedingte Bestandsaufnahme erforderlich. Schneidewind sieht die Gefahr, dass in konjunkturschwachen Zeiten große Flächen zum Beispiel an Logistikunternehmen vergeben werden, die viel Platz benötigen und relativ wenige Arbeitsplätze schaffen.

 Mit ihrem „Nein“ zum Forensik-Standort Kleine Höhe schien die CDU ein großes Wahlkampfthema für den gemeinsamen Kandidaten „abgeräumt“ zu haben. Doch nun formiert sich Widerstand in Ronsdorf, weil NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) die forensische Einrichtung an der Parkstraße bauen will. „Es werden von einzelnen Kräften Sorgen geschürt. Den Forensik-Standort mit Ängsten zu belegen, halte ich für unverantwortlich und nicht angemessen, zumal die räumliche Situation nach einem Ausbau von L 418/L 419 eine ganz andere wäre“, sagt Schneidewind.

Optisch setzt seine Wahlkampagne auf harmonisierende Elemente. Die Verbindung zwischen schwarz und grün soll darin genauso symbolisiert werden wie die Verknüpfungen von „Wirtschaft und Umwelt“, „Sport und Integration“, „Geschichte und Zukunftsvision“ oder von „Alt und Jung“.

„Es ist Zeit, das zusammenzubringen, was zusammengehört. Hierfür möchte ich mich mit CDU und Grünen in den kommenden Jahren einsetzen“, so Schneidewind. Seine Philosophie will er den Wuppertalern ab Juli auch im Wahlkampf von Haus zu Haus und an den Ständen in der Fußgängerzone näher bringen.