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Nuts zieht vom Wall um: Neues Leben an der Friedrichstraße in Wuppertal

Neueröffnung : Neues Leben an der Friedrichstraße - Nuts zieht vom Wall um

Die Friedrichstraße, die in den vergangenen Monaten aufgrund der vielen Leerstände ein trauriges Bild bot, wirkt nun wieder ein wenig freundlicher. Verantwortlich dafür sind zwei wieder besetzte Ladenlokale.

Die Friedrichstraße, die in den vergangenen Monaten aufgrund der vielen Leerstände ein trauriges Bild bot, wirkt nun wieder ein wenig freundlicher. Verantwortlich dafür sind zwei wieder besetzte Ladenlokale, die mit den Angeboten der Art-Gallery und des Freizeit-Moden-Anbieters „Nuts“ aus Richtung Innenstadt auf der linken Seite wieder die Blicke der Passanten auf sich ziehen.

„Nuts“, der Jeans-Spezialist, ist gewissermaßen der Bruder von Freaky Style, der Streetwear verkauft. Denn beide Unternehmen, die bereits seit 1989 an unterschiedlichen Standorten in Wuppertal zu finden waren, werden von den drei Brüdern Reza, Daryosh und Mehdi Ghadori geführt. Was angesichts des seit März dieses Jahres ebenfalls neuen Domizils von Freaky Style im ersten Obergeschoss der Rathausgalerie wegen der unmittelbaren Nähe durchaus praktisch ist.

Die Bekleidungs- und Schuh-Angebote sind teilweise identisch, beziehungsweise ergänzen sich und richten sich an junge Damen und Herren, die in ihrer Freizeit ein unkonventionelles Outfit bevorzugen. „60 Prozent unserer Kundschaft ist unter 25 Jahren alt“, sagt Reza Ghadori, der wie seine Brüder zu den übrigen 40 Prozent zählt und sich modisch, aber keineswegs extravagant kleidet. „Wir führen hier in der Rathaus-Galerie und an der Friedrich-Straße nur Markenware“, stellt Mehdi Ghaderi fest und deutet auf die prominenten deutschen und ausländischen Labels von Jeans, Jacken, T-Shirts oder Schuhen.

Wegen Corona wurde
über Online City verkauft

„Wir haben viele Stammkunden, die uns im Laufe der vergangenen Jahrzehnte treu geblieben und uns auch zu den jeweils neuen Standorten gefolgt sind“, berichtet Mehdi, der sich mit Grauen an die sechs Wochen Corona-Geschäftsstillstand erinnert. „Da haben wir über das Portal Online City verkauft, bis abends ausgeliefert und so versucht, die Krise zu überstehen.“

Die Geschäfte gehen inzwischen wieder recht gut, wie man am regen Kundenverkehr ablesen kann. „Aber das, was wir verdienen, reicht nicht aus, um die hohen Mieten direkt in der City zu zahlen“, erklärt Reza unumwunden die Randlage.

Mit dem bisherigen Verlauf in der Rathaus-Galerie ist man nicht unzufrieden, hofft natürlich, dass mehr besetzte Ladenlokale in dem einstigen Einkaufstempel auch bei Freaky Style die Umsätze ankurbeln werden. Und was „Nuts“ an der Friedrichstraße angeht, da haben die drei Brüder höchst ehrgeizige Ziele: „Wir möchten, dass die Friedrichstraße hier genauso bekannt wird wie die Friedrich-Ebert-Straße.“